Park+Ride: Norderstedt vertagt Entscheidung

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Parkscheiben sollen in Norderstedt weiterhin benutzt werden Foto: jae

Automaten zu teuer! Parkscheiben-Regelung bleibt – dafür Knöllchenjagd auf Dauerparker

Von Hans-Eckart Jäger
Norderstedt
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hat die angekündigte Beschlussfassung über das neue Parkraumbewirtschaftungskonzept der Stadtverwaltung Norderstedt überraschend auf Mitte Februar 2017 vertagt. Damit bleibt das Parken auf den Einkaufsstraßen, auf P+R-Parkplätzen und in P+R-Tiefgaragen vorerst kostenfrei. In den vergangenen Wochen hatte es erheblichen Widerstand gegen das Konzept gegeben, das die Aufstellung von Parkscheinautomaten vorsieht. Alles deutet nun darauf hin, dass auch künftig die Parkscheibe regiert. Dauerparkern droht aber nach zwei Stunden Gefahr: Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden sich verstärkt um das Knöllchenschreiben kümmern. Ein interfraktioneller Arbeitskreis wird sich im neuen Jahr noch einmal mit dem Thema Parken auf P+R-Parkplätzen und in P+R-Tiefgaragen beschäftigen. Die Dauerparker sollen auf jeden Fall vertrieben werden, darüber sind sich alle Parteien einig. Verkehrsplaner Mario Kröska und sein Team hatten monatelang an dem Parkraumkonzept gearbeitet. Danach sollten im kommenden Jahr Gebühren eingeführt werden: 2 Euro am Tag, 10 Euro die Woche, 40 Euro im Monat.

Einzelhandel protestierte


Dagegen protestierten Einzelhandel und Rathaus-Mitarbeiter. Auf Einkaufsstraßen wie Rathausallee, Ulzburger Straße und Mittelstraße sollte nach den Plänen das Parken nur noch eine Stunde frei sein, danach 1 Euro pro Stunde kosten. Das Aufstellen von Parkscheinautomaten würde inklusive aller Kosten etwa 850.000 Euro kosten – zu teuer für die Verwaltung. Es bleibt also erstmal wie es ist. Verkehrsplaner Kröska, im Rathaus Norderstedt seit 23 Jahren mit verantwortlichen Aufgaben betraut, verabschiedete sich von den Ausschussmitgliedern im Plenarsaal mit den Worten: „Ich ziehe gerade nach Henstedt-Ulzburg und fahre künftig mit der AKN zur Arbeit. Dann benötige ich in Norderstedt keinen Parkplatz für mein Auto.“

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