Park-Chaos am Bahnhof

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Katrin Schönebein und Jörn Kruse von der Quickborner CDU fordern den Ausbau der P%2bR-Anlage am AKN-Bahnhof Meeschensee, der von vielen Pendlern aus Quickborn und Henstedt-Ulzburg genutzt wird, um über Norderstedt nach Hamburg zu fahren. Foto: Fuchs

Park & Ride-Anlage quillt über / Politiker fordern Ausbau

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Henstedt-Ulzburg/Quickborn. Immer mehr Pendler steigen offenbar vom Auto in die Bahn um. Dies ist besonders auffällig am AKN-Bahnhof Meeschensee, der an der AKN-Bahnstrecke zwischen Henstedt-Ulzburg und Norderstedt nur wenige Meter von der Klaus-Groth-Straße in Quickborn-Heide entfernt liegt. Dort reichen längst die Parkplätze an der Park-and-Ride (P+R)-Anlage nicht mehr aus. Umsteiger, die zu spät kommen, stellen ihre Fahrzeuge einfach an den Seitenstreifen, zum Teil auch in ein angrenzendes Quickborner Wäldchen ab.
Die Quickborner CDU will diese „chaotische Parksituation“ jetzt beseitigen und stellt für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am Mittwoch, 31. Oktober, den Antrag, die Quickborner Verwaltung möge mit den Verwaltungen in Norderstedt und Henstedt-Ulzburg sowie der AKN Gespräche aufnehmen, wie diese Problematik möglichst schnell gelöst werden könnte. „Wir sind von Anwohnern angesprochen worden“, sagt Ausschussvorsitzender Jörn Kruse, CDU. „Auch viele Pendler ärgern sich darüber, wenn sie hier morgens keinen Stellplatz mehr finden.“ Auch die vorhandenen Fahrradständer wären ständig überfüllt, sagt Fraktionsmitglied Katrin Schönebein.
Umsteige-Bahnhof
Offenbar nutzten auch viele Schüler und Berufsschüler diesen Bahnhof zum Umsteigen. Quickborns Fachbereichsleiterin Friederike Walter weiß um die Problematik. Allerdings könne die Stadt Quickborn dort nur in Abstimmung mit Norderstedt etwas unternehmen, da die P+R-Anlage auf dem Gebiet der größeren Nachbarstadt liegt. Im Norderstedter Rathaus wird die Initiative der Quickborner CDU überrascht zur Kenntnis genommen. „Wir suchen dort schon seit einem Jahr nach einer Lösung“, sagt Norderstedts Erster Stadtrat Thomas Bosse. „Dazu bedarf es aber zusätzlicher Flächen. Wir sind in Grundstücksverhandlungen.“ Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Torsten Thormählen, der zurzeit beurlaubt ist, habe das Thema seinerzeit angestoßen. Das bestätigt Henstedt-Ulzburgs Amtsleiter Joachim Gädigk. „Wir streben dort eine Erweiterung der Grundfläche an, um den P+R-Platz zu vergrößern.“ Die Grundstücksflächen, die dafür in Frage kämen, seien aber in Privatbesitz. Quickborn sei darüber informiert.
Auch die AKN weiß um diese Problematik, wie Bahnsprecherin Monika Buch sagt. „Es ist wirklich zu spüren, dass am Meeschensee immer mehr Leute in die Bahn umsteigen. Die Fläche reicht dort nicht mehr aus.“ Wenn das Problem von allen Seiten erkannt ist, bleibt die Frage, wer die Kosten für die zusätzliche P+R-Anlage und die Fahrradständer tragen soll. Norderstedts Baudezernent Bosse sagt dazu: „Die Kosten sollten angemessen aufgeteilt werden.“ Die AKN sähe sich da nicht in der Pflicht, sagt Monika Busch. Auch Quickborns CDU-Ratsherr Kruse will sich da noch nicht festlegen. Konkreter wird da Fraktionskollegin Schönebein: „Es steht außer Frage, dass sich Quickborn finanziell daran beteiligen wird.“ (bf)
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