Pläne für Elektromarkt

Anzeige
Hoffnung auf Attraktivitätssteigerung: Im Herold-Center, auf dem Karstadt-Parkdeck, soll ein Saturn-Markt errichtet werden. Foto: bfFoto: Fuchs

Herold-Center: Erweiterung geplant, Baubeginn im Frühjahr

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Das Herold-Center soll endlich erweitert werden. Einstimmig hat der Ausschuss für Stadtentwicklung jetzt die Pläne einer Hamburger Investmentfirma abgesegnet. Diese hatte das Karstadt-Gebäude gekauft und plant das Einkaufszen­trum in Garstedt nach Süden hin zu erweitern. So soll auf dem Parkdeck des Kaufhauses ein Saturn-Technik-Markt entstehen. Ähnlich wie im Alster-Einkaufszentrum verspricht man sich, mit einem solchen Elektronik-Fachgeschäft, zusätzliche Kunden anzusprechen. In einem zweiten Schritt ist auf der Wiese zwischen Berliner Allee und Willy-Brandt-Park ein großer Vollsortiment-Fachmarkt mit zehn bis 15 Einzelhandelsgeschäften geplant, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Dazu gehört auch ein Rewe-Lebensmittelgeschäft. Die Verkaufsfläche soll etwa 7000 Quadratmeter betragen. Erfreut zeigt sich der Erste Stadtrat Thomas Bosse. „Das wäre ein Meilenstein für Norderstedts Stadtentwicklung“, sagt er.
Die Belastung durch den zusätzlichen Verkehr und Lärm, den die Erweiterung auch mit sich bringt, hielte sich für die Anwohner im erträglichen Maß, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Dies müsse jedoch noch untersucht und faktisch belegt werden.
„Von einer Vereinbarkeit ist auszugehen“, so steht es in dem Verwaltungsdokument. So sei der Lärmpegel bereits für ein anderes Bauprojekt in der Nähe untersucht worden. Baubeginn soll nach den Vorstellungen des Projektentwicklers möglichst noch in diesem Frühjahr sein.
Gegen den Ausbau des Herold-Centers regt sich aber auch Widerstand. So hat die Piraten-Partei, die in der Norderstedter Stadtvertretung noch nicht vertreten ist, sich klar dagegen ausgesprochen. „Wir fürchten Leerstand, Verwahrlosung und Wertminderung von Gewerbeimmobilien“, sagt Edgar Timm von den Piraten. „Es geht uns nicht darum, einen
Kuschelzoo für Norderstedter Geschäftsleute zu errichten – aber wir möchten gern bewährte Strukturen erhalten, die Nahversorgung der Bürger sichern und der Verwahrlosung der Infrastruktur entgegenwirken.“
Auch Norderstedts Karstadt-Filialleiter Karl Peter Knoll ist skeptisch. „Diese Ideen gab es schon häufig, seit mehr als zehn Jahren. Wir warten jetzt erst mal, bis der Eigentümer so weit ist.“ (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige