Programm gegen Fluglärm in Norderstedt

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Mit dem neuen Lärmschutzprogramm 8+ soll der Lärm von Flugzeugen draußen bleiben Foto: Kuchenbecker

Mit Hamburg Airport investiert die Stadt in die Schallisolierung von Fenstern. Hausbesitzer können Antrag stellen

Von Nicole Kuchenbecker
Norderstedt
Ein innerstädtischer Flughafen verursacht Lärm. Dass Anwohner davon nicht immer begeistert sind, ist verständlich. Mit geeigneten Schallschutzmaßnahmen kann man aber den Krach zumindest vor der Haustür lassen. Darum starten der Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt nun ein neues, gemeinsames, erweitertes Lärmschutzprogramm. Bislang wurde mit dem „Lärmschutzprogramm 8“ zwischen 2007 und 2010 rund eine halbe Million Euro in die Schallisolierung von Fenstern im Bereich Norderstedt, Quickborn und Hasloh investiert. Nun soll es eine Erweiterung dieses Programms für Straßenzüge geben, die an das bisherige Fördergebiet angrenzen. Das vergrößert sich so um gut 25 Prozent. Finanziert werden die Maßnahmen zu gleichen Teilen vom Hamburg Airport und der Stadt Norderstedt. Die will die jährlichen Mieteinnahmen für die Saisonparkplätze, die der Airport von der Stadt anmietet, in das erweiterte „Lärmschutzprogramm 8+“ einbringen. Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote ist zufrieden: „Die Einnahmen aus der Vermietung der Parkflächen werden zielgerecht reinvestiert, die Förderung für die Bürgerinnen und Bürger von Norderstedt wird sogar noch größer, da der Flughafen die Summe verdoppelt. Darüber hinaus wird der Flughafen Hamburg die Stadt bei der Abwicklung der Anträge unterstützen. Ein wirklich gutes Ergebnis, das unsere Nachbarschaft noch weiter stärkt.“ Auch Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, begrüßte die Norderstedter Initiative zum neuen Lärmschutzprogramm: „Den Norderstedter Vorschlag, die Einnahmen der Stadt durch die Vermietung von Parkplätzen an den Flughafen zu reinvestieren, haben wir sofort positiv aufgenommen und weiterentwickelt. So werden noch mehr Bürgerinnen und Bürger aus Norderstedt von Lärmschutzmaßnahmen profitieren. Ich danke Oberbürgermeister Grote für die gute, sehr konstruktive Zusammenarbeit unter Nachbarn.“ Das Programm 8+ konzentriert sich auf Schallschutzmaßnahmen in Kinder- und Schlafzimmern. Ab sofort können Hauseigentümer einen Antrag bei der Stadt Norderstedt stellen, um daran teilzunehmen.
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