Prominenter Gast

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Innenminister Andreas Breitner (l.) sprach in Norderstedt mit Polizeirevierleiter Dieter Aulich. Foto: Fuchs

Innenminister Breitner besuchte Norderstedter Polizeirevier

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Innenminister Andreas Breitner kam erstmals, seit er im Amt ist, nach Norderstedt und sprach mit Revierleiter Dieter Aulich und einem Teil der 100 Polizeibeamten der Wache. „Die Stimmung ist gut. Die Kollegen sind hoch motiviert trotz schwieriger Rahmenbedingungen“, sagt Breitner.
Der Minister kennt sich aus in diesem Beruf. Bevor er neun Jahre lang Bürgermeister von Rendsburg war, arbeitete er 16 Jahre lang als Polizeivollzugsbeamter. Und seine Frau sei immer noch aktive Polizistin. „Die erzählt mir immer am Frühstückstisch, was so los ist an der Front“, sagte Breitner, der im vorigen Jahr als Innenminister zum Chef der 6500 Polizeibeamten in Schleswig-Holstein im Kabinett Torsten Albigs ernannt wurde.
Breitner erfuhr in Norderstedt, dass die Aufstiegschancen für Polizeibeamte besser sein könnten, die Zahl der Überstunden geringer, die Akzeptanz in der Bevölkerung höher sein könnte. So hätten die Kollegen gerade in den Sommermonaten sehr viele Dienste leisten müssen, klagte Revierleiter Aulich. Ein großes Problem für die Kollegen sei dabei die Sicherung von Fußballspielen. „Das ist ein Skandal, was da abläuft“, sagte der Innenminister und zeigte sehr viel Verständnis für diese unnötige Überlastung.
So müssten seine Beamten landesweit regelmäßig die Heimspiele von vier Regionalligisten vor möglichen Ausschreitungen schützen. Auch Norderstedt ist davon seit zwei Spielzeiten betroffen, seit die zweite Mannschaft des Hamburger SV ihre Heimspiele regelmäßig im Stadion von Eintracht Norderstedt austrägt.
„Das ist ein Riesen-Problem für meine Beamten“, sagte Breitner. „Es ist aber keineswegs ein Naturgesetz, dass Familienväter permanent am Wochenende in ihren Einsatzstiefeln stecken müssen.“
Auch das akute Raumproblem im Norderstedter Revier stellte Leiter Aulich seinem Gast aus Kiel eingehend dar. So könnten seine 100 Beamten sowie die aus den Nachbarwachen in Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Tangstedt zurzeit ihre vorgeschriebenen Schießübungen nicht in der Norderstedter Wache am Herold-Center machen. In dem Schießübungsraum im Keller der Wache sei die Lüftungsanlage seit längerem ausgefallen. „Jetzt müssen wir nach Bad Bramstedt oder Neumünster zum Üben ausweichen“, sagt Aulich. „Oder wir können gegen Geld beim Schützenverein Kaltenkirchen üben.“ Das sei natürlich ein unhaltbarer Zustand, bestätigte Breitner, der davon zum ersten Mal hörte, wie er sagte. Er werde sich dafür einsetzen, dass die 240.000 Euro, die die Sanierung der Norderstedter Anlage kosten soll, endlich bewilligt werden. (bf)
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