Protest gegen Abkürzung

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Die Anwohner der Straße Kornhoop. Sie beschweren sich über den Durchgangsverkehr

Kornhoop ist nur für Anlieger erlaubt. Vorschläge für Umbau

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Es ist acht Uhr morgens am Kornhoop. Ein Auto nach dem anderen fährt durch die schmale Anliegerstraße, obwohl ein Schild an der Einmündung von der Friedrich-Ebert-Straße die Einfahrt nur auf Anwohner beschränkt. Im Schnitt 150 Pkw, viele aus dem Kreis Pinneberg oder Itzehoe, kürzen ihren Weg nach Hamburg über die Anwohnerstraße ab. Manche nutzen auch den Hasloher Weg kurz davor und befahren die Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung.
Die Anwohner wandten sich an die WiN-Fraktion, die im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr beantragte, dass die Stadtverwaltung den gefährlichen Durchgangsverkehr stoppen soll. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Nun muss die Stadt Lösungen suchen.
„Das Problem ist so alt wie der Kornhoop“, sagt Kai Hädicke-Schories, Verkehrsexperte der Polizei. „Aber wir können nicht ständig dort kontrollieren.“ Er schlägt bauliche Maßnahmen vor: „Die Straße könnte verengt werden und nur noch als Einbahnstraße befahren werden.“ Alternativ kann eine Sperrung, wie in der Aspeloe, errichtete werden. Das wäre eine Sackgasse von beiden Seiten. Familienvater Sven Schütze sprach beim Ausschuss für die Anwohner und schilderte das tägliche Verkehrschaos in der kleinen Straße. Christine Bernitt: „Es ist ein Wunder, dass noch nichts passiert ist.“ Denn die Straße ist Schulweg, außerdem liegen zwei Altenheime hier im beschaulichen Alt-Garstedt. Auch Ruth Remmers, Senior-Chefin des Altenheims Kornhooper Landhaus, hofft auf Änderung: „Unsere Bewohner gehen zur Hauptverkehrszeit schon fast im Graben, weil sie Angst vor den Autos haben.“ Und Gabriele Kaste drängt auf schnelle Abhilfe: „Wenn die Autobahn 7 ausgebaut wird, erhöht sich auch der Ausweichverkehr“, befürchtet sie.
Sven Schütze will gerne an Vorschlägen mitarbeiten, kann sich neben der Sackgassen-Idee auch eine Schranke oder die Ausweisung zur Spielstraße vorstellen. Er spricht für die Gruppe, wenn er sagt: „Wir wollen ja nicht nur meckern. Die Dorfstraße ist okay, nur die vielen Autos müssen raus.“
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