Proteste gegen Baupläne

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Dirk Hendess (Mitte) und seine Mitstreiter kämpfen gegen mögliche Bunker-Bauten im Moorbekpark Foto: blu

Bürger wollen keine Mehrfamilienhäuser im Moorbekpark

Norderstedt. „Versäumnisse im städtischen Wohnungsbau dürfen nicht alleine in Norderstedt-Mitte kompensiert werden“, sagt Dirk Hendess. Mit 25 Aktiven hat der 51-Jährige die Bürgerinitiative „Rettet den Moorbekpark!“ gegründet, um gegen die Bebauungspläne der Stadt anzugehen. Denn die sehen für eine rund 5,5 Hektar große Fläche zwischen Buckhörner Moor und Deichgrafenweg mögliche Neubauten in Form von Mehrfamilienhäusern mit bis zu drei Stockwerken plus Staffelgeschoss vor. Der zuvor aufgestellte Rahmenplan ging von einer aufgelockerten Einzelhausbebauung mit maximal zwei Geschossen aus, doch der ist nicht länger von Politik und Verwaltung gewünscht. Anwohner und Parknutzer sind entsetzt und fühlen sich betrogen. „Wir befürchten, dass die grüne Lunge Norderstedts mit weiteren gruseligen Bunkern’, wie sie gerade am Buckhörner Moor entstehen, zugepflastert wird. Und alles unter dem Deckmantel der Wohnungsknappheit“, empört sich Dirk Hendess, „die Stadt hat wohl Interesse, das Filetstück möglichst teuer zu verkaufen und das funktioniert optimal, wenn Investoren verdichtet bauen dürfen.“ Das es um maximalen Profit geht, weist die Stadtverwaltung von sich. „Vielmehr ist es schlichtweg nicht vertretbar, diese attraktive Lage mit bester Infrastruktur nur einer kleinen Elite für die Errichtung von Einzelhäusern anzubieten, statt sie einer größeren Zahl Menschen für Wohnen im Grünen zugänglich zu machen“, erklärt Mario Helterhoff, Stadtplaner im Bauamt. (blu)
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