Reitwege statt Steuer?

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„Kinder wie Enni haben viel Spaß im Umgang und beim Sport mit Ponys und Pferden – das darf nicht besteuert werden“, sagt Tanja van den Eijnde-Pieper Foto: blu

Stallbetreiber kämpfen weiter für gebührenfreie Pferdehaltung

Von Claudia Blume
Tangstedt
Um die drohende Pferdesteuer zu verhindern (wir berichteten) hat der Arbeitskreis der örtlichen Reitstallbetreiber Fraktionsvertretern aller Parteien ein Reitwege- und Kennzeichnungskonzept vorgelegt. So soll auf Basis einer veralteten Norderstedter Reitwegekarte das Reitwegenetz in Tangstedt überarbeitet werden. „Reiten im Ortskern sollte ausgeschlossen werden, wenn wir entsprechende Wege außen herum anbieten können. Allerdings sind bisher nicht alle Reitställe an Reitwege angebunden“, sagt Jens Larsson, der sich unter anderem um die Organisation kümmert. Die Wege sowie landwirtschaftliche Zubringer werden mit Schildern markiert und abschnittsweise regelmäßig nach Plan von den Pferdesportbetrieben gereinigt und gepflegt. Zum Ausreiten benötigt jeder Reiter künftig eine Jahresplakette des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein für etwa 20 Euro. Fällt er durch fehlerhaftes oder rücksichtsloses Verhalten auf, kann er über das gelbe Kennzeichen identifiziert werden – Bußgeld könnten fällig werden. „Schon jetzt sind alle Reiter sensibilisiert. Entdeckt jemand Pferdeäpfel auf der Straße, werden sie ungefragt weggeräumt“, berichtet Tanja van den Eijnde-Pieper vom Lindenhof. Darüber hinaus wird derzeit ein Flyer mit einem Verhaltenskodex für alle Reiter erarbeitet, um künftig Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern und Spaziergängern zu vermeiden. „Der öffentliche Schaden für die Gemeinde ist bereits messbar groß und schadet dem Image erheblich. Wir hoffen daher, dass die Politik unsere Arbeit und Vorleistung anerkennt, dem Konzept zustimmt und von der Pferdesteuer Abstand nimmt“, betont Daniel Ostendorff vom Stall Vierkamp. Allerdings: Die Ausarbeitung kam zwar gut bei den Fraktionsvertretern an, dennoch sehen SPD und BGT nicht zwingend eine Verknüpfung zwischen dem Konzept und der Einführung einer Pferdesteuer. Am 5. Oktober könnte das Thema wieder auf der Agenda des Finanzausschusses stehen.
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