Rundling feiert Richtfest

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Im „Rundling“ an der Rathausallee wird es 86 Wohnungen und zwei Ladengeschäfte geben Foto: Nowatzky
Norderstedt: Rathausallee 50 |

Gebäuderiegel ist letzter Baustein in Norderstedt Mitte

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
„Endlich ist er fertig“ – die Gesichter vieler altgedienter Politiker beim Richtfest des „Rundling“ direkt hinter dem Busbahnhof an der Rathausallee sprachen buchstäblich Bände. Schon 1988 war der Bau im Rahmen eines Architektenwettbewerbs an dieser Stelle zum ersten Mal vorgesehen, 1994 im Rahmenplan beschlossen worden. Doch erst jetzt wird die 30 Jahre alte Idee verwirklicht.

86 Wohnungen

Das Norderstedter Wohnungsbauunternehmen Plambeck und die Lübecker Friedrich Schütt und Sohn Baugesellschaft bauen auf dem schwierigen Untergrund ein Haus mit 86 Wohnungen, im Erdgeschoss werden ein Budni und ein REWE City-Markt einziehen. Und wie schon an der Horst-Embacher-Allee im Garstedter Dreieck hat Plambeck sich wieder zum sozialen Wohnungsbau bekannt. 68 Wohnungen mit 42 bis 85 Quadratmetern und ein bis vier Zimmern entstehen hier mit Kaltmieten ab 5,80 Euro. Zusätzlich wird es 18 freifinanzierte Wohnungen geben. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Vorgabe, ein Drittel geförderte Wohnungen zu bauen, umdrehen“, sagt Christian Eickhof Mitarbeiter Technik.

180 Vorreservierungen



Schon 180 Vorreservierungen für die Wohnungen gibt es, demnächst startet die Vermietung. Aufgrund der äußerst unterschiedlichen Wohnungsgrößen und und Zuschnitte rechnen die Bauherren mit Familien, Singles, Alleinerziehenden oder Seniorenhaushalten gleichermaßen. „Ich finde die Mischung wirklich sehr gut“, sagt Sozialdezernentin Anette Reinders, die stellvertretend in für sie ungewohnter Höhe den Gruß des Bürgermeisters überbrachte. Doch für einen Bau, der entgegen der ursprünglichen reinen Gewerbe-Ausrichtung jetzt eine Mischung aus geförderten und freien Wohnungen, davon 28 barrierefrei, sowie Geschäften zur Nahversorgung ist, überwand die zweite Stadträtin sogar ihre Höhenangst. „Das ist ein hochattraktiver Standort“, schwärmte sie in luftiger Höhe, „kurze Wege zum täglichen Bedarf, zur Bücherei oder U-Bahn.“

Bau als Abenteuer

Diese Nähe – das Gebäude steht über der U-Bahntrasse – machte den Bau für die Baugemeinschaft zum Abenteuer. „Das ist das anspruchsvollste Projekt für uns alle bisher“, so Plambecks technischer Leiter Steffen Becker. Denn die Schwingungen der U-Bahn sollten nicht in den Wohnungen zu spüren sein. „Hier draußen merken sie jede Bahn, auf dem fertigen Estrich in den Wohnungen nicht“, verspricht Becker. Die Gesamtkosten werden am Ende rund 21,5 Millionen Euro betragen, im Frühjahr 2018 sollen die Mieter einziehen. Für die Norderstedter bedeutet der Bau erst einmal eine Umgewöhnung. Der bislang freie Blick auf den Park ist jetzt nur noch aus den Fenstern des Neubaus möglich, im kommenden Jahr wird mit der Eröffnung aber der Durchgang vom Busbahnhof Richtung Süden durch den großen Torbogen unter dem Rundbau wieder möglich sein.
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