Schülern beim Lernen helfen

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Schulleiterin Frauke Mailänder mit Giulia Reder, die ein Jahr lang freiwilligen Sozialdienst an der Förderschule in Quickborn absolvierte. Foto: Fuchs

Förderschule in Quickborn sucht Bewerber für Freiwilligendienst zum neuen Schuljahr

Quickborn/Norderstedt. Die Förderschule in Quickborn schlägt Alarm. So fehlt der Bildungseinrichtung für Schüler mit höherem Förderbedarf zum 1. August ein Freiwilliger, der ein soziales Dienstjahr an der Schule machen möchte. Die Arbeit wird mit 386 Euro im Monat zuzüglich einer Monatskarte für Bus oder Bahn honoriert werden.
„Das ist eine sehr spannende und vielseitige Aufgabe“, wirbt Quickborns Fachbereichsleiter Burkhard Arndt für diese Arbeit.
Das kann Giuliana Reder aus Norderstedt nur bestätigen. Ein Jahr lang hat die 20-Jährige nun die 13 Lehrkräfte am Förderzentrum der Ernst-Barlach-Schule in Quickborn unterstützt.
Sie hat sich um die Kinder besonders gekümmert, die eine intensivere Betreuung brauchten, ihnen beim Rechnen, Lesen, Schreiben, Kochen, dem psychomotorischen Turnen und den Hausaufgaben geholfen und die Lehrer bei ihrer Arbeit unterstützt. „Das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt Giuliana Reder.
„Der Umgang in der Förderschule ist ein ganz anderer als an einer Regelschule“ hat die junge Frau am meisten überrascht. „Hier gehen die Lehrer viel freundlicher, offener und interessierter mit den Schülern um als ich es auf meiner Schule erlebt habe.“
Die neue Aufgabe an der Förderschule hätte auch beinahe ihren Berufswunsch bestimmt, erzählt die FSJ’lerin freimütig. „Ich überlegte, ob ich nicht auch Sonderpädagogik studieren soll.“
Doch dann musste sie feststellen, dass dafür an den Universitäten ein Notendurchschnitt von 1,7 bis 1,9 verlangt würde. „Dieser Numerus Clausus war eindeutig zu hoch für mich“, sagt sie. Nun werde sie erst einmal eine kaufmännische Ausbildung machen.
An der Barlach-Schule wird man sie vermissen, ist Schulleiterin Frauke Mailänder sehr zufrieden mit ihrer jungen Mitarbeiterin. „Giuliana ist immer sehr offen mit den Kindern umgegangen und war stets hilfsbereit.“ Diese Aufgabe sei etwas für junge Leute, die aber schon das 18. Lebensjahr vollendet haben sollten, sagt Mailänder. „Wir brauchen jemanden, der mit Menschen umgehen kann und ein offenes Ohr für Kinder hat.“ Die Zeugnis-Zensuren spielten dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Die Arbeitszeit sei täglich von 8 bis 16 Uhr, da die Barlach-Schule eine offene Ganztagsschule sei. An der Schule werden zurzeit 35 Schüler der Klassenstufen drei bis neun in vier Lerngruppen unterrichtet.
Die Betreuung erfolgt jahrgangsübergreifend. Eine fachliche Anleitung und individuelle Betreuung der Freiwilligen ist durch Seminare und Fortbildungen gesichert. Träger des Freiwilligen Dienstes ist die Wohlfahrtsorganisation Internationaler Bund.

Anmeldungen und nähere Informationen dazu gibt es beim Fachbereich Bildung der Stadtverwaltung Quickborn, Burkhard Arndt, Tel.: (04106) 611241. (bf)
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