Schwimmunterricht gesichert

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Annette Korn, Schulleiterin der Grundschule Friedrichsgabe, hockt neben dem Lehrschwimmbecken. Sie freut sich, dass es bald für den Schwimmunterricht zur Verfügung steht Foto: Fuchs

Lehrschwimmbecken Pestalozzistraße wird weiterbetrieben

Norderstedt. Große Erleichterung bei den zehn Lehrern und 176 Schülern der Grundschule Friedrichsgabe sowie bei zahlreichen Vereinen. Das Lehrschwimmbecken in der Pestalozzistraße, das mit den Sommerferien für immer hätte geschlossen werden sollen, steht bald wieder für den Schwimmunterricht zur Verfügung.
Prüfung nach zwei Jahren
SPD und Die Linke haben auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport ihren gemeinsamen Antrag zum vorläufigen Weiterbetrieb mit den Stimmen der Grünen und der neuen WIN-Fraktion durchgesetzt. Nach zwei Jahren soll überprüft werden, ob ein Weiterbetrieb des Schulschwimmbeckens in Friedrichsgabe sinnvoll ist. Das Lehrschwimmbecken im Aurikelstieg bleibt allerdings geschlossen.
Schulleiterin Annette Korn ist begeistert von diesem politischen Beschluss, der die von der damaligen CDU/FDP-Mehrheit beschlossene Schließung der Schwimmhalle revidiert. „Darüber freuen wir uns außerordentlich.“ Bis zu den Ferien konnte jede der acht Schulklassen jede Woche Schwimmunterricht erhalten. Das wäre mit dem Alternativangebot der zusätzlichen Schwimmhalle am Arriba-Bad nicht möglich gewesen. Sie sei auch sehr dankbar, dass 4000 Norderstedter mit ihren Unterschriften für den Erhalt des Lehrschwimmbeckens gekämpft haben. „Das war ja eine Art Bürgerentscheid, den die Stadtvertreter nicht mehr unberücksichtigt lassen konnten.“
„Entscheidung von
großer Tragweite“
SPD-Vorsitzende Katrin Fedrowitz sagte, mit dem 8:6-Stimmen-Beschluss zu Gunsten der Schwimmhalle machten sich die neuen Mehrheitsverhältnisse in der Stadtvertretung erstmals bemerkbar. „Es handelt sich um eine politische Entscheidung von großer Tragweite.“ Die Mehrkosten in sechsstelliger Höhe würden im Haushalt berücksichtigt. Zustände, wie sie Betroffene berichteten, dürften nicht den Schwimmunterricht behindern, so Katrin Fedrowitz. So sollte eine Schule mit 52 Schülern im Arriba-Bad auf zwei Bahnen unterrichtet werden. Senioren seien ins 60 Zentimeter flache Planschbecken verwiesen worden. Thomas Broscheit von der Stadtverwaltung will aber das Lehrschwimmbecken so schnell wie möglich wieder öffnen.
Sanierung in
fünf Jahren
CDU-Stadtvertreterin Ruth Weidler kritisiert diesen Mehrheitsbeschluss als „unverantwortlich“. Die jährlichen Betriebskosten von 100.000 Euro und die Sanierungskosten von 700.000 Euro belasteten den Stadtsäckel. Die Sanierung soll jetzt in fünf Jahren abgewickelt werden, so der Mehrheitsbeschluss. (bf)
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