Sparkurs

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Kleinere Filialen wie die in Hasloh (im Bild) könnten bald geschlossen werden Foto: bf

Sparkasse Südholstein: Jeder vierten Filiale droht Schließung

Von Burkhard Fuchs
Kreis Segeberg. Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation des Konzerns droht viele Filialen der Sparkasse Südholstein die Schließung. Der Vorstand hat angekündigt, dass elf der zurzeit 47 Geschäftsstellen geschlossen werden sollen. Das ist jede vierte Filiale. Welche dies sind, wird Ende Oktober entschieden. Grund für diese Schließungspläne ist der einschneidende Sanierungskurs, den der Sparkassen- und Giroverband der Sparkasse Südholstein verordnet hat. 130 der 806 Vollzeitstellen müssen wegfallen, damit der Verband mit weiteren 60 Millionen Euro die viertgrößte Sparkasse des Landes stützt. Das wären umgerechnet 160 der zurzeit 1010 Mitarbeiter, die in den Kreisen Pinneberg (21 Filialen) und Segeberg (16) sowie der Stadt Neumünster (10) arbeiten.

Aus für kleine Filialen

„Dies könnte das Aus für die kleineren Filialen mit nur ein bis zwei Mitarbeitern sein, von denen es noch etwa ein Dutzend gibt. Die kleinste Geschäftsstelle ist die in Hartenholm mit einem Mitarbeiter“, sagt Sparkassensprecher Björn Harder. Bei der Abwägung müsse die Dichte des Filialnetzes, die Wettbewerbssituation, Effizienz und Kundennähe jeder Filiale eine Rolle spielen. Alternativen gibt es keine. Das Geld vom Verband werde benötigt, damit wieder Kredite vergeben werden können. Der Sparkurs hat auch Konsequenzen im Vorstand. Der bisherige Vorstandschef Ralph Schmieder gibt seinen Posten auf. Ein Nachfolger für den Vorstandschef wird intensiv gesucht. Bis Ende 2013 soll die Stelle neu besetzt sein.
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