SPD-Urgestein sagt Tschüs

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Jürgen Lange im Büro der SPD-Fraktion Norderstedt, er tritt im März zurück Foto: now

Jürgen Lange (SPD) legt nach 29 Jahren Kommunalpolitik seine Ämter nieder

Von Stefanie Nowatzky
Nordersted
t Jürgen Lange, SPD-Fraktions-Chef und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, zieht sich im März nach 29 Jahren aus der Kommunalpolitik zurück. Mit 68 Jahren will er mehr Zeit für Familie und sein Hobby Reisen haben.
Das gibt der Fraktion die Möglichkeit, einen Generationswechsel einzuleiten. Nicolai Steinhau-Kühl (44), Langes Stellvertreter, will sich zur Wahl für den Parteivorsitz stellen. Edmund Bruns (25) Denise Loeck (20) und Tobias Schloo (22) rücken in die in die Stadtvertretung. Im Wochenblatt zieht Lange Bilanz.

WochenBlatt: Warum sind Sie Kommunalpolitiker geworden?
Jürgen Lange: Mit 16 oder 17 Jahren war ich mit einem Freund in der Ortsvertreter-Sitzung in Harksheide ( Anm. Der Redaktion: damals noch eine eigenständige Gemeinde), wo mein Vater Bürgermeister war (Anm. der Red.: Carl Lange war von 1946 bis zur Stadtgründung Norderstedts 1969 tätig). Mich hat das beeindruckt. Da haben wir gesagt: ‚Wenn wir groß sind, machen wir das auch.’

WB: Welches waren Ihre wichtigsten Ziele?
Lange: Ich wollte immer aktiv an der Entwicklung von Norderstedt teilnehmen. Ob der Bau von Norderstedt-Mitte, die Planung und der Beschluss zur U-Bahn oder die Verlängerung der Oadby-and-Wigston-Straße. Mit all diesen Dingen bin ich zufrieden.

WB: Was hat Sie am meisten überrascht?
Lange: Ich bin immer erstaunt, wie wenig Menschen teilnehmen an dem, was in Norderstedt passiert. Nur, wenn es um ihren kleinen Bereich geht, sind die Menschen mit dabei.

WB: Gab es spannende Momente?
Lange: Ja. Besonders spannend war es, als bis zur letzten Minute nicht klar war, ob die CDU den Beschluss zum U-Bahn-Bau nach Norderstedt-Mitte mitträgt. Das war eine einmalige Gelegenheit und wenn der Beschluss den Bach runtergegangen wäre, hätten wir nie die U-Bahn bekommen.

WB: Welches Ziel hätten Sie gerne noch erreicht?
Lange: Den Anschluss der Oadby-and-Wigston-Straße an die Autobahn. Das ist zwar beschlossen, kann aber erst jetzt in Angriff genommen werden. Ich habe gelernt: Stadtplanung benötigt einen langen Zeitraum.
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