Spenden für Grillplatz und Lichtkonzept

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Schulleiter Andreas Kelber (li.)bekommt eine Lichtanlage in einem Klassenraum für 2300 Euro von Altpräsident Heinz Wiedemann und seinen Freunden.
 
Wollen am Freizeitsee in Quickborn einen festen Grillplatz für 10.000 Euro einrichten. Klaus Karde (links) und Heinz Wiedemann vom Rotary-Club. Fotos: Fuchs

Quickborns Rotarier treten dort ein, wo die Politik kein Geld locker machen kann

Von Burkhard Fuchs
Quickborn. Die Quickborner Rotarier sind den Schulen in der Eulenstadt eng verbunden. Seit Jahren finanzieren und unterstützen sie dort verschiedene Projekte, die von der Umweltbildung bis hin zur direkten Unterstützung verhaltensauffälliger und lernschwacher Schüler reichen. „Das Christophorus-Projekt ist ein echtes Erfolgsmodell“, freut sich der Altpräsident Heinz Wiedemann, der in seiner Amtszeit vor drei Jahren diese Hilfe bei der Comeniusschule initiiert hatte.
Inzwischen kümmern sich 30 erwachsene Mentoren ehrenamtlich in ihrer Freizeit um Kinder und Jugendliche, die Probleme mit dem Lernen oder ihrem Elternhaus haben. Sie gehen mit den Kindern ins Kino, helfen ihnen beim Schularbeitenmachen und auch bei der Lehrstellensuche.
„Der große Vorteil dieser Hilfe besteht darin, dass immer ein Mentor ein Kind betreut“, erklärt Quickborns amtierender Rotary-Präsident Klaus Karde. Das helfe diesen Jugendlichen ungemein, ihre Schwierigkeiten besser in den Griff zu bekommen.

Erziehung unterstützen

Und auch die betroffenen Eltern seien froh, dass sie solche Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder erführen.
Für das laufende Jahr werden die Rotarier das Lichtkonzept des Schulleiters Andreas Kelber zum Teil unterstützen. Dieser wollte gerne, dass die neun Klassen- und Fachräume des gerade sanierten Altbaus mit einer dynamischen Lichtanlage ausgestattet werden. 23.000 Euro hätte das gekostet plus 400 Euro Folgekosten im Jahr. Kelber versprach sich davon, eine angenehmere Atmosphäre für das Lernen zu schaffen. Das blaue Licht würde müde Kinder munter machen, hätten Beispiele in Hamburg gezeigt.
Da die Quickborner Politik dies jetzt abgelehnt hat, wollen die Rotarier zumindest einen Klassenraum für 2300 Euro mit diesem neuen Licht ausrüsten, kündigt Präsident Karbe an.
Am Freizeitsee wird der 42 Mitglieder zählende Serviceclub dieses Jahr wieder einen Baum pflanzen. 16 Bäume stehen dort inzwischen für umweltpädagogische Projekte und Unterricht zur Verfügung. Um dieses Gelände noch attraktiver für Familien zu machen, soll bis zum Sommer ein fester Grillstand mit Sitzbänken für 18 Menschen am See eingerichtet werden. Bis zu 10.000 Euro wollen die Rotarier dafür investieren. „Das wäre der erste feste Grillplatz in Quickborn“, kündigt Präsident Karbe an.
Die Stadtjugendpflege, der die Rotarier bereits eine Videofilmausrüstung mit Schneideplatz spendiert haben, könnte wieder einen Film produzieren. „Die wollen diesmal einen Krimi drehen“, weiß Präsident Karbe.

„Die Aktiven der Stadtjugendpflege wollen diesmal einen Krimi drehen“
Klaus Karde

Und als Langzeitprojekt sei eine neue Internet-Plattform geplant, die alle soziale Angebote Quickborns in einem Netzwerk zusammenfasst. Dabei arbeiten die Rotarier mit der Fachhochschule Wedel und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zusammen, wo gerade der neunte Jahrgang eines Wahlpflichtkurses für Angewandte IT damit betraut worden ist. Eine Bestandsaufnahme der Angebote mit den wichtigsten Ansprechpartnern solle dies beinhalten.
Zudem wollen die Rotarier in Sachen neuer Medien und sozialer Netzwerke Aufklärungsarbeit leisten. Jugendlichen die Gefahren aufzuzeigen, die die Herausgabe persönlicher Daten ins weltweite Netz mit sich bringen kann, „ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit“, sagt Wiedemann. (bf)

Rotarier
Humanitäre Dienste, Einsatz für Frieden und Völkerverständigung sowie „Dienstbereitschaft im täglichen Leben“ - das sind die Ziele von Rotary International, der Dachorganisation der Rotary Clubs. Die deutschen Mitglieder nennen sich Rotarier. Dabei handelt es sich um international verbreitete Service-Clubs, zu denen sich Angehörige verschiedener Berufe unabhängig von politischen und religiösen Richtungen zusammengeschlossen haben.
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