Sport-Kita ist beschlossene Sache

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Hier auf den ehemaligen Tennisplätzen neben „Sportland“ soll eine Sportkita gebaut werden.Foto: R. Jaeger

Gebaut wird in preiswerter Modulbauweise, Kosten etwa 1,2 Millionen Euro

Henstedt-Ulzburg. Sie tagten bis zum späten Abend, dann fällten die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses eine Entscheidung: Nach dem Willen der Gemeindepolitiker soll noch in diesem Jahr auf den ehemaligen Tennisplätzen des SV Henstedt-Ulzburg in der Olivastraße eine Sportkinderstätte gebaut werden - in Modulbauweise und als Anbau an das SVHU-Sportland. „Der Ausschuss hat sich letztlich für diese Lösung entschieden, weil das zeitliche Vorteile bringt und auch preiswerter ist“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Horst Ostwald. Während der Umbau des Tennisheims, wie ihn der SV Henstedt-Ulzburg geplant hatte, etwa 1,4 Millionen Euro kosten würde, kämen nun etwa 1,2 Millionen Euro auf die Gemeinde zu. Ob es Fördermittel durch das Land Schleswig-Holstein von 167.000 Euro gibt, stehen weiter im Raum. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Wege zum Sportland, zur Sporthalle und den Außensportanlagen für die Kinder kurz und die Stellplatzsituation verbessert werden würden. Die Gemeinde müsste auch das Tennisheim nicht übernehmen. Bevor die Bauarbeiten auf den ehemaligen Tennisplätzen neben Sportland beginnen können, kann aber noch einige Zeit ins Land gehen. „Wir brauchen das Einverständnis des Sportvereins, um bauen zu können“, so Horst Ostwald. SVH-Vorsitzende Nadine Lange hat angekündigt, das Thema in dieser Woche innerhalb ihrer Gremien zu diskutieren. Der Vereinsvorstand hofft auf eine Entschädigung durch die Gemeinde in Höhe von 145.000 Euro. Die Verwaltung hat bereits bei mehreren Herstellern Anfragen zur Errichtung einer Sportkita in Modulbauweise gestellt. Grundlage ist die Festlegung zum Betrieb mit einer Krippengruppe, einer altersgemischten Gruppe und einer Kindergartengruppe (20 Kinder von drei bis Jahren). (rj)

Sport-Kita: Was ist das?
Sinn und Zweck einer Sportkita ist es, dem Bewegungsmangel von Kindern im Vorschulalter abzuhelfen. Neben dem normalen Kitaalltag geht es den Pädagogen deshalb darum, die motorische Entwicklung der Kinder zu fördern. Die Angebote sollen aber dem Bewegungsbedürfnissen der Kinder entsprechen und überwiegend Spielcharakter haben. Ballspiele, Kletterübungen, Balancieren und Schwimmen bringen positive Ergebnisse. Die erste Sportkita Schleswig-Holsteins wurde im Mai 2010 in Lübeck eröffnet, die Trägerschaft in Henstedt-Ulzburg soll der 5000 Mitglieder starke Sportverein SVHU übernehmen. (rj)
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