Stadt informierte Anwohner über Flüchtlinge

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Die Mitarbeiter der Stadt beim Infoabend Foto: tj

Rund 170 Flüchtlinge sollen in der ehemaligen Schule in Fadens Tannen unterkommen

Norderstedt 170 Flüchtlinge unter anderem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak werden bald in der ehemaligen Schule in Fadens Tannen untergebracht. Den Fragen der zum Teil besorgten Nachbarn stellten sich vergangene Woche Mitarbeiter der Stadt. 100 Gäste folgten der Einladung von Baudezernent Thomas Bosse, Sozialdezernentin Anette Reinders wie auch der Integrationsbeauftragten Heide Kröger und Susanne Martin vom Wilkommen-Team in die Kirche Harksheide. Anette Reinders berichtete von den bereits vorhandenen Angeboten. So können die Neu-Norderstedter mit gesponserten Fahrrädern die Stadt erkunden, sich in Cafetreffs austauschen, Praktikumsstellen finden oder die Sprache erlernen, um sich schnellstmöglich zu integrieren. Thomas Bosse ermutigte die Norderstedter: „Nutzen Sie die Chance, sich diesen Menschen zu nähern, und haben Sie keine Angst vor Neuem.“
Die Stadtvertreter versprachen, dass es in Fadens Tannen Betreuer geben wird, die informieren und bei eventuellen Problemen helfen. Anette Reinders bekräftigte noch einmal, dass es kein böser Wille sei, das aktuell viele Unterkünfte in Harksheide und Friedrichsgabe errichtet werden. Zwar sei ihr bekannt, dass Bürger viele brachliegende Flächen für geeigneter hielten, um Mobilbauten als Unterkünfte aufstellen zu lassen. Planungsrechtlich sei dies aber nicht zulässig, und würde eine Menge Klagen nach sich ziehen. Bosse: „Wir müssen zeittechnisch und rechtssicher neue Unterkünfte erstellen.“

Syr

isches Essen auf dem Kirchenplatz


Einige Anwohner sorgten sich auch über kulturelle Unterschiede, die zwischen den Flüchtlingen, die zum großen Teil muslimischen Glaubens sind und ihren Nachbarn entstehen können. „Angst ist fehl am Platz“, stellte Susanne Martin klar. Integration hieße auch, sich fremden Kulturen zu öffnen. Pastorin Antje Mell von der Kirche Harksheide berichtete von vielen positiven Erfahrungen, die Mitglieder ihrer Gemeinde in Kontakt mit den Flüchtlingen gemacht haben.
Nach anfänglicher Skepsis sei es nun eine sehr schöne Aufgabe, zu helfen und mitzuerleben, wie dankbar die Flüchtlinge auf die Hilfe im täglichen Leben rereagieren. Die Pastorin lädt für Mittwoch, 13. Mai, 19 Uhr, zum Essen an den Kirchenplatz 1 ein. 16 Syrer werden arabisch kochen und eine Tafel für alle Interessierten decken. (tj)
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