Stadtpark gut besucht

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Die „Klasse im Grünen“ belegten in diesem Jahr 5000 Kinder aus der ganzen Region. Foto: Fuchs
 
10.000 Norderstedter probierten seit Mai das Wasserskifahren im Stadtpark aus. Foto: Fuchs

Positive Bilanz der Stadtverwaltung: Konzept aufgegangen

Von Burkhard Fuchs

Norderstedt. Das Konzept sei voll aufgegangen, strahlte jetzt Norderstedts Bürgermeister Hans-Joachim Grote am Stadtparksee. „Unsere Planungen sind alle umgesetzt“, zog der Verwaltungschef eine positive Bilanz des ersten Jahres der Nachnutzung des Geländes nach der Landesgartenschau im vorigen Jahr. „Die Norderstedter haben ganz selbstverständlich den 72 Hektar großen Stadtpark in Besitz genommen, als ob er schon seit 100 Jahren bestehen würde“, wundert sich Stadtpark-Chef Kai-Jörg Evers.
Rund 30 Millionen Euro hatte die Stadt Norderstedt investiert, um das weitgehend brach liegende ehemalige Baggerseegelände für die Bevölkerung zu einem Freizeitpark herzurichten, der sie in großer Zahl zum Spazierengehen, Joggen, Verweilen, Picknick machen, Spielen und Sport treiben animiert. Die Wasserskianlage, die anfangs heftig umstritten war und wie der Park am 1. Mai dieses Jahres eröffnet wurde, war von Anfang an ein Kernpunkt des Nachnutzungskonzeptes.


Wasserski-Anlage ist der Hit

Und siehe da: Alle Befürchtungen der Anwohner, sie könnte zu laut sein und den Park zu einem „Remmidemmi-Park“ machen, erfüllten sich nicht. „Seit Mai haben sich diese Bedenken in Luft aufgelöst“, sagt Evers.
Ganz im Gegenteil: Die Wasserskianlage ist zu einem Anziehungspunkt weit über Norderstedt hinaus geworden, wie Betreiberin Anne Rumpel sagt. „Wir hatten 10.000 Tagesgäste und 80 Saison-Fahrer gehabt. Das ist mehr als wir erwartet haben.“ Teilweise hätten sich bei gutem Wetter täglich bis zu 200 Wakeboard- und Wasserskifahrer am 25 Hektar großen See gedrängelt. Und sie können dies sogar noch an den Wochenenden bis Ende November tun.
Auch die Betreiber des Arriba-Bades, die den abgesperrten Badebereich mit Strand am See als Naturbad führen, sind mit dem Zulauf sehr zufrieden. 37.000 Badegäste zählten sie in diesem Sommer, der ja vom Wetter eher durchwachsen war. Im nächsten Jahr soll die Terrasse des Strandbades auch für Nicht-Badegäste zugänglich gemacht werden, verspricht OB Grote.
Rund 50 Veranstaltungen gab es im Stadtpark, wie das Drachenfest, das Parkfunkeln, Kunsthandwerkermärkte, die Pyrogames, Open-Air-Theater, Konzerte und der Schleswig-Holstein-Tag, die zusammen geschätzte 300.000 Besucher anlockten, wie Eva Reiners bilanzierte, die das Veranstaltungsmanagement bei der Stadtpark GmbH leitet.
5000 Kinder und Grundschüler besuchten wieder die 250 Umweltprojekte der Klasse im Grünen.
All das sei nur mit Hilfe der 60 ehrenamtlichen Helfer möglich gewesen, dazu gehört auch der Streichelzoo, den die Norderstedter Behinderten-Werkstätten mit dem Tierpark Arche Warder betreiben, dankte Kai-Jörg Evers für deren Einsatz. Er versprach: „Der Park bleibt durchgehend geöffnet.“ Weiterhin würde nur für wenige Veranstaltungen Eintrittsgeld erhoben. Auch deshalb bleibt der Stadtpark ein Zuschussgeschäft. 50.000 Euro kosten die Stadt unter dem Strich die Veranstaltungen trotz Eintrittsgelder sowie den Pachteinnahmen aus Gastronomie und Wasserskianlage. 310.000 Euro werden für die Parkpflege jährlich aufgewändet. Für nächstes Jahr seien weitere Highlights geplant. So soll es ein Musikfestival für die Jugend geben, neue Märkte kreiert und neben Triathlon, Langstreckenschwimmen und Drachenbootrennen das Sportspektakel noch größer werden. (bf)
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