Theater im Zug

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Eine Spielszene des Bahn-Theaterprojekts, das vor zwei Jahren die AKN-Züge bereits zu rollenden Theaterbühnen machte. Foto: Fuchs

Schüler führen in AKN-Bahnen Spielszenen auf

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Kaltenkirchen. Im Mai und Juni wird Bahnfahren mit der AKN spannend. Denn die Fahrgäste erwarten live vorgetragene Spielszenen eines Schüler-
theaters. Die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium Harksheide, proben dafür zurzeit mit professionellen Theaterpädagogen und Tanzlehrern des Hamburger Schauspielhauses.
Zu sehen sein werden die einstudierten Performances und Improvisationen auf allen drei AKN-Linien. Für die Teilnahme bewarben sich mehr Schauspieler als es Plätze gab. Da jede Schülergruppe von einem der vier engagierten Profi-Theatermacher betreut werden soll, der mit den Jugendlichen die Szenen und Sketche wochenlang probt und einstudiert, konnten auch nur vier Schulen dabei sein.
Kunstlehrerin Frauke Rörden-Prang von der Gemeinschaftsschule schickt ihren Kurs mit 16 Schülern eines achten Jahrgangs auf diese Theaterreise. Ihre Schützlinge seien bereits geübt in Pantomime und Schattenspiel.
Ruth Tiedemann vom Gymnasium Harksheide hat ihren Kurs „Darstellendes Spiel“ eines elften Jahrgangs für dieses Projekt angemeldet. „Die sind so neugierig, extrovertiert und aufgeschlossen. Einige haben sogar schon Bühnenerfahrung, musikalisches und tänzerisches Talent.“
Die Theaterpädagogen vom Schauspielhaus sind ebenso begeistert von dieser Idee und den Möglichkeiten, die live gespieltes Theater in einem Zugabteil Spielern und Zuschauern eröffnen. Meike Klapproth, die auch ausgebildete Tanzpädagogin ist, skizziert das Motto dieses AKN-Theaters „Hin und weg“ so: „Wir werden uns choreografisch durch das Zugabteil bewegen und uns in ihm und mit ihm auseinandersetzen“, kündigt sie an.
Kollege Dominik Bliefert setzt mehr auf Kommunikation und Überraschung. Er will mit seinen Schülern herausfinden, wie die Fahrgäste reagieren, wenn plötzlich Popsongs im Zug gesungen werden, alltägliche Situationen humorvoll umgesetzt werden oder jemand sie plötzlich umarmt, fotografiert oder mit einem Gedicht unterhält. „Vielleicht gelingt ja sogar ein Mini-Flashmob auf einer Fahrt mit der AKN“, stellt der Hamburger Theatermacher sein Konzept vor.
Constanze Cauers will mit viel Fantasie Emotionen wecken. Sie möchte die Fahrgäste auf eine kleine Reise voller Geschichten, Erlebnisse, Träume und Wünsche mitnehmen. Und der vierte Profi im Bunde, Jakob Engel, hat vor, mit viel Musik und Komik Situationen, wie sie beim Bahnfahren alltäglich vorkommen, mit theatralischem Blick und Spiel aufzubrechen. (bf)
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