Tipps für die Sicherheit

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Landespolizeidirektor Burkhard Hamm zeigte auf einer Einbruchschutz-Messe im Herold-Center, wie zum Beispiel Fenster gesichert werden können Foto: Fuchs

Polizei informierte im Herold-Center über Einbruchschutz

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche. In den letzten Jahren sei die Zahl der Delikte in Schleswig-Holstein kontinuierlich angestiegen, erklärte Landespolizeidirektor Burkhard Hamm in Norderstedt. Um diese Entwicklung aufzuhalten, lud die Landespolizei vergangene Woche zu einer Messe, die viele Möglichkeiten des Einbruchschutzes aufzeigte.
Zwei Tage lang konnten sich Bürger im Herold-Center Tipps holen, wie sie ihre Wohnungen schützen und wo sie Hilfe bekommen, wenn sie Opfer eines Einbruchsdiebstahls geworden sind. Auch die Opferschutzorganisation Weißer Ring war auf der Messe mit einem Stand vertreten. Ausstellungsleiter Kay Katzemeier erklärte, wie Fenster und Türen gesichert und die Häuser mit Alarmanlagen geschützt werden können. „Dabei geht Mechanik vor Elektronik. Das Wichtigste ist, dass die Täter erst gar nicht in die Wohnung kommen“, sagte er. Eine Liste mit 140 Handwerksbetrieben, die zertifizierten Einbruchsschutz gewährleisten, war dort ebenfalls ausgelegt. Diese kann auch im Internet (www. polizei.schleswig-holstein.de) unter der Rubrik Einbruchsschutz heruntergeladen werden.

Minister Andreas Breitner eröffnete die Messe

Welchen Stellenwert die Landesregierung und Polizei diesem Thema widmet, zeigte der Umstand, dass Innenminister Andreas Breitner die Einbruchsschutz-Messe eröffnete. Der Minister, der früher selber als Polizeibeamter die Bürger in diesen Fragen beriet, appellierte an die Bevölkerung, dieses Angebot zu nutzen und ihre Wohnungen und Häuser gegen Einbrecher besser zu schützen. Denn neben den materiellen und ideellen Schäden hätten die Opfer oft auch mit den psychologischen Folgen eines Einbruchs zu kämpfen. „Das kann so weit gehen, dass die Betroffenen erst nach einem Umzug wieder ihre persönliche Ruhe finden“, weiß Landespolizeidirektor Hamm.
Auch Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote musste erleben wie unwohl sich Betroffene nach Einbrüchen fühlen. Auch er wurde vor zwei Jahren Opfer eines Einbruchs. Bis dahin hatte er, wie die meisten der Betroffenen, entsprechende Hinweise und Ratschläge in den Wind geschrieben. „Alles war durchwühlt, die Blumen umgeworfen“, erinnert er sich. „Da bekommt man sofort ein komisches Gefühl in der Magengegend.“ Besonders schmerzvoll für den Verwaltungschef war, dass damals die Uhr seines Vaters gestohlen wurde. Zwar hatte diese keinen hohen materiellen Wert. Für Hans-Joachim Grote hatte sie jedoch einen sehr hohen ideellen Wert, den er nie wieder zurückbekommen wird.
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