Umfrage der Stadtwerke

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Hoffen auf eine rege Beteiligung: Jens Seedorff (l) und Herbert Brüning. Foto: bf

31.000 Kunden werden zur Energiewende befragt

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Die Energiewende ist beschlossene Sache. Aber, was wissen die Bürger darüber? Dies soll nun ein umfangreicher Fragebogen klären, den die Stadtwerke an 31.000 Kunden verschickt. „Wir wollen herausfinden, inwieweit unsere Kunden über die Energiewende informiert sind und was sie persönlich bereit wären, dafür zu tun“, erklärt Werkleiter Jens Seedorff.
18 Fragen umfasst das anonymisierte Dokument. Bis Ende März soll die Umfrage an alle Haushalte verschickt sein. Die Antworten sollen bis Mitte April ausgefüllt und zurückgeschickt werden. Etwa 20 Minuten Zeit müssten sich die Kunden dafür nehmen.
Jens Seedorf: „Eine so umfangreiche Befragung haben wir noch nie gemacht.“ Das Projekt steht unter dem Ziel, Norderstedt bis 2040 zur klimaneutralen Stadt zu machen.
Die Umfrage an die Kunden der Stadtwerke ist Teil des bundesweiten Projekts Zukunfts-Werk-Stadt. Die Stadt Norderstedt ist neben 14 anderen Kommunen, die sich darum beworben haben, von der Bundesregierung ausgewählt worden, nachhaltige Zukunftsprojekte mit ihrer Bürgerschaft zu erarbeiten und umzusetzen, erläutert Herbert Brüning vom Amt Nachhaltiges Norderstedt.
250.000 Euro hat Norderstedt dafür vom Bund erhalten. Vier Städte haben sich dabei dem Thema Klimaschutz verschrieben, der in verschiedenen Workshops mit einigen Hundert Teilnehmern zu mehreren Arbeitsgruppen führte, erläutert Brüning. Da gibt es Bürgergruppen, die Straßenbäume und frisches Grün im Stadtgebiet pflanzen. Andere setzen auf Energiesparprojekte. Wieder andere stellen die Wärmedämmung der öffentlichen und privaten Gebäude in den Fokus ihrer Arbeit. Das gesamte Projekt steht unter dem erklärten Ziel, Norderstedt bis 2040 zur klimaneutralen Stadt zu machen, die nicht mehr Energie verbraucht als sie selber erzeugt. Bis Ende Juni sollen alle Ergebnisse zusammengetragen und in Berlin vorgestellt werden. Bis dahin muss auch der Fragebogen ausgewertet sein.
Bei den Stadtwerken geht es vor allem um die so genannten intelligenten Netze. Mehr als 80 Prozent der Windenergie verpufft zurzeit. Das liegt zum einen daran, dass die Stromleitungen noch nicht mit 380.000-Volt-Hochleistungsstrassen bis zur Nordsee ausgebaut sind. Aber auch der Energieverbrauch ist nicht der Erzeugung angepasst, erklärt Seedorff. (bf)
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