Umweltfreundlicher Lesestoff

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Botenfahrer Kai Peters (v.l.), Werkleiter Manfred Philipp und der stellvertretende Büchereileiter Dietmar Drews mit dem Elektrofahrzeug. Es bringt unter anderem immobilen Menschen ihre Bücher nach HauseFoto: Fuchs

Bildungswerke lässt Botenfahrten jetzt mit einem Elektroauto erledigen

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Die Bildungswerke, zu denen die vier Stadtteilbüchereien sowie die Volkshochschule mit ihren Außenstellen und Hörsälen gehören, fahren jetzt abgasfrei. Werkleiter Manfred Philipp stellte den vollkommen elektrisch angetriebenen Kombi vor, mit dem sämtliche Botenfahrten im Stadtgebiet erledigt werden. Zudem wird ein zusätzlicher Service für immobile Menschen angeboten.
„Wir bieten jetzt nicht nur E-Learning an“, sagte Philipp. „Jetzt sind wir auch mit einem E-Mobil unterwegs.“


Finanzierung über
Werbeplakate

Das neue Elektroauto, deren
Anschaffung über die Werbeplakate von 37 Unternehmen auf dem Fahrzeug finanziert wurde, nutzt vor allem der Bote Kai Peters. Er fährt jeden Tag die bestellten Medien vom Rathaus in die Stadtteilbüchereien und bringt auch die neuen Bücher, CDs, DVDs und Programme dorthin.


„Wir bieten allen älteren
und gehbehinderten
Menschen in der Stadt an,
ihnen die bestellten Bücher direkt nach Hause zu bringen“
Dietmar Drews


„Acht Kisten sind das jeden Tag“, sagt Peters. 26 Kilometer lang sei jede Botenfahrt. Mit den Einsätzen für die Volkshochschule kämen so gut
300 Kilometer pro Woche zusammen, die nun völlig emis-
sionsfrei zurückgelegt werden.
Zudem will die Stadtbücherei mit dem E-Mobil einen neuen Service für Leser, die nicht mehr so beweglich sind, einführen. „Wir bieten allen älteren und gehbehinderten Menschen in der Stadt an, ihnen die bestellten Bücher direkt nach Hause zu bringen“, kündigt Dietmar Drews, stellvertretender Büchereileiter, an. Der städtische Bringdienst soll vor allem auch den Senioren in den Altentagestätten und Pflegeheimen zu Gute kommen. Damit möchte die Stadtbücherei den kundenfreundlichen Service für ihre 15.000 Stammleser noch weiter verbessern.
„Wir leisten damit unseren Beitrag für ein nachhaltiges umweltschonendes Handeln zu Gunsten unserer Ressourcen und der nachfolgenden Generationen“, sagt Werkleiter Philipp. Dies sei ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer Null-Emissions-Stadt, zu dem sich die Norderstedter Stadtväter bis zum Jahr 2040 verbindlich erklärt haben.
Allerdings bringe das ultraleise Elektroauto auch einige Probleme mit sich, hat Bote Peters bei den ersten Dienstfahrten festgestellt. Da die Fußgänger das Fahrzeug nicht heranfahren hörten, berge dies einige Gefahren.

Neue Technik ist
gewöhnungsbedürftig

„Ich musste auf Parkplätzen schon stark abbremsen, weil plötzlich Fußgänger vors Auto gelaufen sind, die mich nicht gehört hatten und ohne zu schauen losgelaufen sind.“ Für Peters sind das neue Erfahrungen, an die er sich erst noch gewöhnen muss.
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