Unternehmer-Prognose für 2013

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Heinrich Ritscher (links) und Sebastian Koch. Foto: Fuchs

Stimmung der Betriebschefs ist etwas abgekühlt

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Die Konjunktur in Norderstedt wird sich im ersten Halbjahr 2013 leicht abschwächen. „Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich deutlich, bleibt aber auf hohem Niveau.“
So fasst Heinrich Ritscher, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste, das Ergebnis der neuesten Umfrage seines Verbandes zusammen, an der sich wieder 30 Unternehmen aus Norderstedt beteiligt haben, die zusammen 2000 Mitarbeiter beschäftigen.
Der Unternehmensverband umfasst 400 Mitgliedsbetriebe von Sylt bis Norderstedt, von denen sich 155 zu den Fragen nach aktueller und zukünftig erwarteter Auftragslage, Kapazitätsauslastung, Personalbestand, Investitionstätigkeit und Stimmungslage geäußert haben.
Dabei falle auf, je dichter dran die Unternehmen an der Metropolregion Hamburg lägen, desto schlechter seien Stimmung und Ausgangslage, so Ritscher. „Hier kommt die Ungewissheit über die Euro-Krise mehr zum Tragen.“ Vor allem die exportorientierte Industrie mit Absatzmärkten innerhalb der EU beginne zu schwächeln. „In Nordfriesland ist dagegen noch heile Welt.“
Aber zum Wehklagen gebe es keinen Grund, meint der Verbandsfunktionär. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft seien nach wie vor gut: Die Zinsen sind niedrig, die Kaufkraft durch gute Tarifabschlüsse hoch und die Verbraucher konsumfreudig, weil es sich für sie ohnehin nicht lohne, ihr Geld zu sparen. Hinzu kämen die Renten, die bundesweit 2013 um sechs Milliarden Euro steigen werden. „Ich gehe davon aus, dass dieses Geld vor allem in den Konsum gesteckt wird“, glaubt Ritscher.
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