Vater und Sohn im Wettbewerb

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Carsten Schäfer will der BfB zu einem guten Ergebnis verhelfen, sein Sohn Leo möchte für die CDU in die Gemeindevertretung einziehen Foto: Jaeger

Carsten und Leo Schäfer treten zur Wahl an. Einer für die BfB, einer für die CDU

Henstedt-Ulzburg. Diese Vision könnte wahr werden: Vater und Sohn sitzen Seite an Seite im Ratssaal und bemühen sich, Entscheidungen zum Wohle der Gemeinde Henstedt-Ulzburg zu treffen - aber sie gehören verschiedenen Parteien an.
Carsten Schäfer (53) tritt bei den Kommunalwahlen am
26. Mai als Nummer 1 der Wählergemeinschaft Bürger für Bürger (BfB) an, sein Sohn Leo (23) steht als jüngster aller CDU-Kandidaten als Nummer 9 auf der Liste seiner Partei.
Beide haben gute Aussichten, in der nächsten Legislaturperiode, Mitglied der Gemeindevertretung zu sein. Der Clou: Beide arbeiten für den selben Arbeitgeber, eine bekannte Versicherungsgesellschaft. Der Vater als Agenturinhaber, der Sohn als selbständiger Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Sie sitzen Tür an Tür in einem Büro an der Hamburger Straße, und hin und wieder übernimmt einer auch einen wichtigen Termin des anderen, wenn der unter Zeitdruck steht.
Alles eitler Sonnenschein also im Hause Schäfer, könnte man meinen. Ist es in der Regel auch.

In der Politik sind sie unterschiedlicher Meinung

Aber in der Politik scheiden sich die Geister. „Wir streiten uns nicht, aber jeder sagt dem anderen, was politische Themen angeht, deutlich seine Meinung“, verrät Leo, der Filius. Zum Beispiel bei der Frage: Soll Henstedt-Ulzburg Stadt werden oder Gemeinde bleiben? Der Vater sagt: „Wir spielen mittlerweile in einer ganz anderen Liga wie Wakendorf II, Alveslohe, Nützen oder
Itzstedt. Ich hoffe, dass der Bürgerentscheid am 22. September ein ähnliches Ergebnis bringt und wir endlich Stadt werden.“
Der Sohn denkt anders: „Als Stadt wären wir nur eine von vielen, als Gemeinde liegen wir ganz vorne.“ Das sagt auch Ex-Bürgermeister Volker Dornquast, dem Leo Schäfer jüngst beim Landtags-Wahlkampf geholfen hat.

Für Straßenprojekte

Er ist Schatzmeister bei der Jungen Union, der Jugendorganisation der CDU und stellvertretender Kreisvorsitzender. Erfahrungen hat er genügend gesammelt, sie helfen ihm bei Gesprächen mit den Bürgern seines Wahlkreises, ganz in der Nähe seines Büros.
„Ich mache mich für eine Umgehungsstraße stark, für einen Kreisel an der Kisdorfer Straße und für neue Parkmöglichkeiten in der Maurepasstraße“, kündigt der Newcomer an. Natürlich kann Leo Schäfer das nur dann tun, wenn er tatsächlich gewählt wird. Das steht bei Carsten Schäfer, dem noch amtierenden Bürgervorsteher und Enkel des früheren Bürgermeisters von Rohlstorf, außer Frage. (jae

Kandidaten: 121 Personen bewerben sich in Henstedt-Ulzburg in 16 Wahlkreisen um insgesamt 32 Sitze in der Gemeindevertretung: 38 bei der CDU, 29 bei der WHU, 21 bei der SPD, 19 bei der BfB, 14 bei der FDP.
Alter: Den jüngsten und den ältesten Kandidaten stellt die FDP. Valentin Tienser mit 22 und Wilhelm Guddat mit 76 Jahren.
Rentner: WHU 2, FDP 5,
CDU 6, SPD 9 BfB 1.
Berufe: Landwirte (BfB, CDU), Rechtsanwalt (WHU), Justizbeamter (SPD), Vermögensverwalter (BfB), Schornsteinfeger (CD), Diplom-Öcotrophologe (WHU), Auszubildende (FDP), Student (WHU), Schülerin (BfB).
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung: CDU 10, SPD 8, WHU 7, BfB 5, FDP 2.
Bürgervorsteher: Carsten Schäfer.
Wahlberechtigte: etwa 22 000 Bürger. (jae)
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