Weiteres Mega-Projekt

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So soll das Bürogebäude an der Ulzburger Straße aussehen. Das Computerbild stellt das erste Rechen-zentrum dar. Nun planen die Stadtwerke den Bau eines weiteren. Foto: hfr

Stadtwerke planen zweites Rechenzentrum

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Das Rechenzentrum an der Ulzburger Straße/Ecke Buchenweg ist noch im Bau. Schon planen die Verantwortlichen bei den Stadtwerken ein weiteres Mega-Projekt.
Es ist das Zweite dieser Art, dass innerhalb von zwei Jahren auf ihrem Stadtgebiet errichtet werden soll. „Diesmal wollen wir es aber nicht selber bauen“, erklärte Werkleiter Theo Weirich. Es soll von einem Investor gebaut werden, den die Stadtwerke zurzeit noch sucht.“
26 Millionen Euro hat Norderstedt in das Rechenzentrum an der Ulzburger Straße investiert, das im Mai in Betrieb gehen soll. Im Auftrag des Dienstleisters Dataport sollen dort sämtliche Behördendaten einschließlich Polizeidaten und Liegenschaftskataster für Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gespeichert werden. Norderstedt wird damit zur Datenzentrale für ganz Norddeutschland. Dafür hat Dataport das Rechenzentrum für zunächst 15 Jahre bei der Stadt angemietet und beansprucht auch so gut wie alle Kapazitäten.
Das zweite Rechenzentrum nun soll vor allem Versandhäuser, Banken und Versicherungen sowie Unternehmen der Logistik und des Online-Handels als Datensicherungsspeicher dienen, erläuterte Weirich. „Wir haben entsprechende Nachfragen von interessierten Firmen vorliegen.“
Welche moderne Technik und Hochleistungstechnologie in einem solchen Rechenzentrum steckt, erläutert der Werkleiter anhand seines Datenvermögens. Ganz so groß und aufwendig wie das erste soll das zweite Rechenzentrum nicht werden. Aber 20 Millionen Euro dürfte auch das kosten.
Um jetzt einen Investor zu finden, der es für die Stadtwerke baut, soll diesem ein Standort zur Verfügung gestellt werden. Die Stadtwerke planen dem Investor das Gebäude nach 15 Jahren über eine feste Miete zurückzukaufen,
„Wir haben dafür bereits sechs Standorte im Blick und werden einen davon auswählen“, kündigte Erster Werkleiter Jens Seedorff an. Die Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern laufen bereits. Wo diese liegen, wollen die Stadtwerkechefs noch nicht verraten. Aber da die Kundschaft vor allem aus Hamburg kommen wird, dürfte eher ein Areal in Frage kommen, das der Hansestadt nahe ist. Das notwendige Glasfaser-Leitungsnetz von den privaten Kunden zum neuen Rechenzentrum wird die Stadtwerke-Tochter wilhelm.tel verlegen. Geplant ist, dass Ende 2013 mit dem Bau des zweiten Rechenzentrums begonnen wird. (bf)
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