Weltkatzentag - Ein Tag nicht nur für Stubentiger

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Am 8. August ist der internationale Tag der Katze

Norderstedt. Das Elend streunender Katzen war der Grund dafür, dass der Internationale Katzentag 2002 vom International Fund for Animal Welfare (IFAW) ins Leben gerufenen wurde. Der Verein Strassentiger Nord e.V. kümmert sich im Raum Norderstedt und Umgebung um freilebende Streunerkatzen, und ruft am Weltkatzentag dazu auf, auch an die Katzen zu denken, die - allein und auf sich gestellt - ein Leben auf der Strasse führen. „Sie sind oft geschwächt von Krankheiten, Hunger und der Witterung, jeden Tag geht es ums pure Überleben. Sie haben niemanden, der ihnen einen sicheren Zufluchtsort bietet, sie regelmäßig füttert oder zum Tierarzt bringt“, sagt Claudia Keck, 2. Vorsitzende des Vereins.

In Deutschland gibt es nach Schätzungen der Tierschützer 2 bis 3 Millionen Streunerkatzen, die alles andere als ein glückliches Leben führen, und es werden immer mehr. Für die Tierschutzvereine und Tierheime ist diese Situation kaum noch zu bewältigen.

Ihren Ursprung verdanken diese Streunerkatzen vor allem unkastrierten Hauskatzen mit Freigang. Es werden immer mehr Katzen ausgesetzt, zurückgelassen oder einfach entsorgt, und unkastrierte Freigängerkatzen sowie ausgesetzte, verwilderte Katzen bzw. Katzen auf Höfen vermehren sich unkontrolliert.

Dies führt zu einem extremen Anstieg von halb verhungerten, leidenden und kranken Tieren in unserer Region, die man häufig gar nicht bemerkt, da sie sich verstecken oder verscheucht werden. Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Die Population eines einzigen Katzenpaares kann so in 2 Jahren auf über 30 anwachsen.

Das Schicksal vieler neugeborener Kätzchen ist ungewiss, sie sind unterernährt, krank, und schwach und sterben oft elendig.

Krankheiten der Streunerkatzen sind außerdem eine Gefahr für alle freilebenden Katzen, Krankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen und felines Katzenaids verbreiten sich zunehmend.

Um die unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern, appelliert Strassentiger Nord e.V. daher an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Das hilft auch, die wachsende Zahl an frei lebenden Katzen zu begrenzen und das Katzenelend zu verringern. Denn letztlich stammen diese Tiere von unkastrierten Katzen aus Privathaushalten ab.

"Wenn Ihnen nicht nur das Wohl ihrer eigenen Katze, sondern auch das der vielen Streuner am Herzen liegt, lassen sie Ihr Tier kastrieren. Das ist ein wichtiger Beitrag, die dramatische Vermehrung der wilden Katzen einzudämmen und ihnen so viel Leid zu ersparen. Kastrieren hilft, die Welle der Übervölkerung einzudämmen. Es macht die Tiere nicht dick und faul, schadet ihrer Gesundheit nicht und ändert auch nicht ihre Persönlichkeit, wie mancher fälschlicherweise annimmt. Durch verantwortungsvolles Handeln helfen Sie nicht nur ihrer eigenen Katze, sondern auch den vielen Streunern da draußen!", sagt Tanja Beu, 1. Vorsitzende des Vereins.

Neben der Kastration rät der Tierschutzverein auch dringend dazu, jede Katze eindeutig mit einem Mikrochip zu kennzeichnen und beim Deutschen Haustierregister (www.registrier-deintier.de) kostenfrei eintragen zu lassen. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.

Der Verein führt außerdem seine Kastrationsaktion fort, bei der die Kastration von Freigängerkatzen und –katern mit einer Gutschrift von 30 bzw. 20 Euro unterstützt wird. (Details und genaues Vorgehen unter www.strassentiger-nord.de).

„Im Jahr 2012 konnten bisher bereits 130 Katzen kastriert und ca. 80 in ein neues Zuhause vermittelt werden. Der Verein benötigt täglich Futter für ca. 120 Katzen. Zusätzlich kümmert sich Strassentiger Nord um kranke und verletzte Tiere, die oft mehrere Wochen beim Tierarzt verbringen und wieder aufgepäppelt werden. Das alles kostet viel Geld, daher bittet wir um Spenden, um all diese Aktionen finanzieren zu können. Da wir als gemeinnützig anerkannt sind, können die Spenden von der Steuer abgesetzt werden“, so Claudia Keck.



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Sehr viel mehr Informationen und Details zum Verein auch unter http://www.strassentiger-nord.de oder unter Telefon 040/55555 309. Im Internet finden Sie auch immer Tiere, die aktuell ein neues, liebevolles Zuhause suchen.
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