Weniger junge Straftäter

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Freuen sich über die positive Bilanz: Karl-Heinz Radeck (links) und Wolf Reinhard Wrege Foto. bf
Norderstedt. Die Zahl jugendlicher Straftäter im Bereich des Amtsgerichts Norderstedt sinkt. 2012 wurden 484 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, angeklagt. 2011 waren es noch 691 junge Menschen, die wegen einer Straftat vor Gericht standen. So zieht Reinhard Wrege, Direktor des Norderstedter Amtsgerichts eine positive Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr. Diese Entwicklung verdanke die Stadt vor allem der Tätigkeit des Kriminalpräventiven Rates, einer Kooperation aus Jugendamt, Schulen, Polizei und Jugendrichtern, sagt Wrege. Verhaltensauffällige oder straffällige Jugendliche werden unter anderem von engagierten Paten individuell betreut. Aber auch in anderen Bereichen hat das Amtsgericht, dessen Einzugsbereich bis nach Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Tangstedt reicht, weniger zu tun.
So ist auch die Zahl der zivilen Prozesse mit 1933 um fünf Prozent im Vergleich zu 2011 gesunken. Mehr als die Hälfte der Fälle seien Mietstreitigkeiten. Familiensachen wie Scheidungen gingen um zehn Prozent auf 1038 Fälle zurück. Erwachsene Straftäter waren 2012 genau 936 Mal vor Gericht. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr.
Nur ein Bereich sank leicht, bleibt jedoch auf Top-Niveau. Die Zahl der Grundbucheinträge liegt mit 11.442 Fällen um 18 Prozent über dem Wert von 2009. „Das ist die Flucht in die Sachwerte“, so der Amtsgerichts-Direktor. (bf)
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