WHU steigt ins Carsharing-Geschäft ein

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Greenwheels-Vertriebsleiter Jamel Otmane: Nur wer ein Fahrzeug nutzt, muss auch dafür zahlen Foto: Fuchs

Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg setzt auf umweltschonende Teilungsprinzip

Norderstedt Wenn die politischen Mitstreiter nicht mitziehen, muss eine Wählergemeinschaft eben allein voran gehen, wenn es sich um eine gute Sache handelt. Das sagte sich jetzt die Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg (WHU) und wagt nun auf eigene Faust den Einstieg in das umweltschonende Carsharing-Projekt, das es jetzt allen Bürgern mit Führerschein am Rathaus der Großgemeinde ermöglicht, für relativ wenig Geld ein Fahrzeug auszuleihen. Die Firma Greenwheels, die in Norderstedt bereits fünf solcher Carsharing-Stationen betreibt, hat jetzt ihre erste in Henstedt-Ulzburg eröffnet. Das Fahrzeug, ein VW Up, steht in unmittelbarer Nähe zum Rathaus auf dem Marktplatz, direkt neben der Ladestation für Elektrofahrzeuge, die die Gemeinde hier eingerichtet hat. Den Vertrag, für zunächst ein Jahr, hat das Unternehmen aber direkt mit der WHU abgeschlossen, weil ihr Antrag in den politischen Gremien im November erneut keine Mehrheit fand. „Unsere Idee ist viel zu gut, als dass sie in der Schublade verschwinden sollte“, begründet die Fraktionsvorsitzende Karin Honerlah diesen Alleingang. So könnten alle Bürger zum Klimaschutz und zur Verkehrsberuhigung beitragen, sagte sie. Für die jüngere Generation sei dies bereits gelebte Praxis. Die brauche oft kein eigenes Auto mehr, so Honerlah. Im schlimmsten Fall, wenn also keiner das Fahrzeug ausleihen sollte, müsste die WHU 3600 Euro tragen, weil Greenwheels einen Mindestumsatz pro Station von 300 Euro im Monat verlangt. Dieses Risiko sei für ihre Gruppierung tragbar. „So viel Geld haben wir notfalls auf unseren Konten“, sagt die Fraktionschefin der WHU. (bf)
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