„Wir können alles gebrauchen“

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Christoph von Hardenberg an einem Kleidercontainer

Rotes Kreuz bittet um Kleiderspenden für 200 Flüchtlinge in Norderstedt

Norderstedt. Die Mitarbeiter der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rufen zu Spenden für die rund 200 Flüchtlinge auf, die dieses Jahr nach Norderstedt kommen. Denn die betroffenen Menschen brauchen nicht nur eine Unterkunft, sondern auch Kleidung, Bettwäsche und Handtücher. „Wir können alles gebrauchen“, erzählt Norderstedts DRK-Chef Christoph von Hardenberg. „Damen- und Herrenbekleidung wird benötigt, aber auch Winterkleidung. Bettwäsche und Handtücher.“
Rund 50 Flüchtlinge sind bereits in Norderstedt angekommen. „Aber der große Ansturm steht noch aus“, berichtet von Hardenberg. Weitere 150 Menschen werden für den Herbst erwartet – und schon jetzt ist die Nachfrage in der Kleiderkammer kaum zu bewältigen. Zwischenzeitlich habe es nicht mehr genügend Spenden gegeben. „Aber die Hilfsbereitschaft ist sehr groß“, so von Hardenberg. Die Norderstedter haben schon fleißig gespendet. „Wir hoffen aber noch auf zahlreiche weitere Spenden.“ Auch an anderer Stelle könnten von Hardenberg und sein Team Hilfe gebrauchen: Durch den Andrang der Flüchtlinge und die vielen Spenden werden noch weitere ehrenamtliche Hilfskräfte benötigt. „Drei bis vier ehrenamtliche Helferinnen oder Helfer könnten wir sehr gut gebrauchen“, sagt von Hardenberg. „Das wäre eine sehr große Unterstützung.“ Interessierte, die Lust haben, die Kleider mit zu sortieren und herauszugeben, können sich direkt bei der Kleiderkammer melden.
Probleme bei der Kleiderausgabe machen derzeit noch die Sprachbarrieren. Es gebe zwar Betreuer der Flüchtlinge, die auch übersetzen könnten – diese seien aber nicht immer dabei. An einer Optimierung der Kommunikation soll noch weiter gearbeitet werden. Die DRK-Kleiderkammer in der Ochsenzoller Straße 124 nimmt Spenden montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 9 bis 14 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr entgegen. Darüberhinaus können sie jederzeit in einen der Container eingeworfen werden. Alle Menschen in Notlagen können sich in der DRK-Kleiderkammer kostenfrei mit Kleidung und anderen Textilien versorgen. (nas)
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