Wohnen auf der Festwiese

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Auf der „Festwiese“ sollen drei bis vierstöckige Wohnungen entstehen Foto: now

Stadt stellt erste Pläne für Ulzburger Straße vor

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Mitten in Norderstedt, in Rathausnähe und direkt an der Ulzburger Straße ist die Wiese seit Jahren Schauplatz für Puppenbühnen, Zirkusse oder auch das jährliche Stadtfest. Jetzt plant die Stadt die Bebauung – so wie vor vielen Jahren schon im Flächennutzungsplan vorgesehen. Noch ist das Verfahren ganz am Anfang, wie Christine Rimka, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung Umwelt und Verkehr auch gleich zu Beginn deutlich machte. Zunächst geht es um die Frage: Soll das Gelände reines Wohngebiet oder Mischgebiet werden. Vier verschiedene Versionen zeigten die Mitarbeiter der Verwaltung den rund 50 Besuchern, die sich für diese ersten Pläne interessierten. Der größte Unterschied: Sollte am Ende ein reines Wohngebiet entstehen, würden nur 40 Prozent der Fläche zwischen Heidbergstraße im Norden, Ulzburger Straße im Osten, Bahntrasse im Wesen und Rüsternweg im Süden bebaut. Für ein Mischgebiet mit Flächen für Dienstleistung wie Ärzte oder Geschäfte wären 60 Prozent Flächennutzung vorgesehen. Egal ob Wohn- oder Mischgebiet: Vorgesehen sind drei- bis vierstöckige Bauten, angepasst an die Bebauung im Bereich der Rathausallee. Zufahrten soll es vermutlich einmal von der Heidbergstraße und zum anderen von der Ulzburger Straße geben. Außerdem sollen der Weg entlang der U-Bahn sowie die Bäume im Norden und am Rüsterweg erhalten werden.
Bisher, so Rimka, macht die Stadt eine sogenannte Angebotsplanung. Heißt: Es gibt noch keinen konkreten Bauwunsch eines Investors, die Stadt will mit dem B-Plan 314 aber den Rahmen für eine mögliche Bebauung schaffen. Das Ziel: Voraussetzungen für Wohnbebauung und „innenstadtaffine Nutzung“. Deshalb ist keine Einzelhausbebauung, sondern mehrstöckige Bebauung vorgesehen. Diese frühzeitige Planung sorgte bei manchen Zuhörern für Verwirrung. So bemerkte ein Anwohner: „Sie müssen doch schon Planungen haben, wenn sie das vorstellen.“ Doch gerade in dieser Zwickmühle stecken die Stadtplaner bei der Information. „Informieren wir mit fertigen Plänen, sagen Sie; wir können nicht mitreden. Informieren wir so früh, kommt die Kritik: Es steht ja noch gar nichts fest“, so Rimka. Aus dem Plenum gab es deshalb zwar ein paar Fragen, aber keine größeren Diskussionspunkte. Zumindest ein paar Anregungen der Bürger nahmen die Stadtplaner mit in die nächste Runde, bevor es einen ersten Entwurf geben wird: Bei der Zufahrt im Norden sollte die Parksituation in der Heidbergstraße berücksichtigt werden und eine Anbindung des Gebietes an die westlich der U-Bahn liegenden Wohngebiete per Fußgängerbrücke sehen die Stadtplaner als sinnvolle, denkbare Idee.
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