Zehn Monate auf acht Quadratmetern

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Gabriele und Wolf Leichsenring vor ihrem „treuen“ Wohnmobil, das im Innenraum mit den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen verziert ist. Foto: C.Behrendt

Ein Abenteuer auf vier Rädern durch den nordamerikanischen Kontinent

Bad Oldesloe. 70 000 Kilometer im eigenen Wohnmobil in knapp zehn Monaten kreuz und quer durch USA und Kanada: da sammeln sich vielfältige Impressionen an.
Gabriele und Wolf Leichsenring durften im vergangenen Jahr diese wundervollen Eindrücke auf einer beeindruckenden Rundtour per Wohnmobil von Ende Januar bis Anfang November im wahrsten Sinne des Wortes er-„fahren“. Ihren eigenen fahrbaren Untersatz nahmen sie gleich mit, denn das war die kostengünstigste Variante. Wolf Leichsenring: „Über die Düsseldorfer Agentur „Seabrigde“ (www.seabridge-tours.de) verlief die Verschiffung von Hamburg nach Baltimore und von Halifax zurück nach Hamburg.
Der Startpunkt war Baltimore/Maryland in den USA, der Zielpunkt Halifax/Nova Scotia in Kanada. Doch wie sollten all die Eindrücke dauerhaft festgehalten werden? Der Autor: „Mit der Zeit würde sich sicherlich vieles im Nebel der Erinnerungen verwischen oder gar gänzlich verschwinden. Um dem vorzubeugen, haben wir regelmäßig Reiseberichte geschrieben.“
Wolf Leichsenring war bis 2009 stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Eckhorst und seine Frau Gabriele Grundschullehrerin in Hamburg. Während ihrer Berufstätigkeit hatten sie aufgrund ihrer damit verbundenen Verpflichtungen nicht die Gelegenheit Reisen über einen längeren Zeitraum zu unternehmen. Kaum war der berufliche Vorhang gefallen, bereisten die beiden 2009 über einen Zeitraum von vier Monaten Südeuropa. Sizilien, Korsika und Kreta gehörten unter anderem zu den angefahren Zielen. Bereits ein Jahr später folgte eine fünfmonatige Tour nach Spitzbergen. Nun waren sie für die noch längere Reise durch die USA und Kanada auf beengtem Raum bereit, lediglich acht Quadratmeter Wohn- und Schlaffläche standen ihnen täglich zur Verfügung. „Das war es wert“, so die beiden Reiselustigen. Sie hätten nur gute Erfahrungen gemacht und eine große Gastfreundschaft erlebt.
Das daraus entstandene Buch ist deshalb auch kein Reiseführer im traditionellen Sinne. Geschildert werden überwiegend Erlebnisse und Begegnungen. Wo es sich anbot, hat das Ehepaar auch nützliche touristische Informationen und Ratschläge eingeflochten, ohne Garantie auf Vollständigkeit und absolute Richtigkeit. Gelegentlich scheuten sie auch nicht davor zurück, das Gesehene und Erlebte zu kommentieren. Die zahlreichen Fotos in dem 100 Seiten starken Buch vermitteln beeindruckende Impressionen. „Nie vergessen werden wir die Eindrücke in Alaska, die Natur und die Tiere“, so Hobby-Fotografin Gabriele Leichsenring, die mit ihrem Mann bereits seit 30 Jahren mit dem Wohnmobil zahlreiche Ecken Europas ausgeleuchtet hat. Doch das Ehepaar, seit 28 Jahren verheiratet, weiß auch: „Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass wir sicherlich überwiegend die Schokoladenseiten des nordamerikanischen Kontinents zu Gesicht bekamen. Nicht verschwiegen werden soll, dass alle diese Eindrücke und Erlebnisse nur einen winzigen Bruchteil des Gesamtbildes Nordamerikas ausmachen können. Sie haben bei uns aber genügend Appetit geweckt, um zusätzliche Mosaiksteinchen zu sammeln und unser begonnenes Bild von Amerika und Kanada weiter zu formen.“ Das Buch „Atlantik – Pazifik – Atlantik“ mit einer Erstauflage von 1.000 Stück erstand in Arbeitsteilung: Die Fotos sind alle Eigenproduktionen von Gabriele Leichsenring, den Text schrieb Wolf Leichsenring. (cb)
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