Zwölf grüne Inseln

Anzeige
Karte: Landschaftsplanung Jacob
 
Yvonne Werner ist bei der Stadt Projektleiterin im Fachbereich Planung Natur und Landschaft

...vom Ochsenzoll bis zur Mittelstraße

Von Claudia Blume
Norderstedt. Der Grünzug entlang des Ossenmoorgrabens steht für Wohn- und Lebensqualität in Glashütte. Als grüne Oase dient der Park vor allem Anwohnern zwischen der stark befahrenen Schleswig-Holstein-Straße sowie der Segeberger Chaussee als direktes Naherholungsgebiet. Das weiß auch die Stadtverwaltung.
„Wir möchten in den kommenden Jahren den Ossenmoorpark als wichtige Grünverbindung im Rahmen des „Grünen Leitsystems“ entwickeln. Der Fokus liegt auf gepflegtem Grün mit hohem Gebrauchswert“, erklärt Baudezernent Thomas Bosse und setzt auf frühzeitigen Dialog mit den Bürgern. Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Beteiligungsworkshop sowie eine Radtour stattfanden, um Ideen zu sammeln, präsentierte nun das von der Stadt beauftragte Landschaftsplanungsbüro „Jacob“ erste Ziele und Maßnahmen zur Pflege und Unterhaltung sowie Vorschläge zur Erneuerung oder Umgestaltung von Teilbereichen des lang gezogenen Parks. Wie Perlen auf einer Schnur fügen sich zwölf Grünflächen, Parkanlagen und Spielorte vom Ochsenzoll bis zur Mittelstraße nahtlos aneinander.

Themenbereiche geplant

Jeder Bereich erhält seine eigene Thematik. So könnte zum Beispiel neben dem Spielplatz am Glashütter Damm ein Hundewald entstehen. Im Park der Gärten am Heidehofring sind unterschiedliche gärtnerische Ausrichtungen angedacht wie ein Arboretum, Seniorengärten, Urban Gardening und Mitmachgärten. Im Kulturlandschaftspark, der an der Müllerstraße beginnt, dominiert der Ossenmoorgraben in offener Wiesenlandschaft und wird durch Hundeauslauf, Spiel- und Sportanlagen ergänzt. Komplettiert wird das Vorhaben durch einen neuen, sicheren Übergang zu Grünflächen in der Mittelstraße.
„Das Budget beträgt 320.000 Euro für die nächsten zwei Jahre“, sagt Yvonne Werner, Projektleiterin im Fachbereich Planung Natur und Landschaft.
Erneut waren vergangene Woche Anwohner und Interessierte eingeladen, ihre Gedanken und Ideen zu den ersten Entwürfen zu äußern. Und das taten die etwa 50 Besucher im Atrium des Schulzentrums Süd auch. Eifrig klebten sie gelbe Zettel an die Stellwände der einzelnen Parkabschnitte. Wie Ulrich Berger, der anregt, unbedingt Parkplätze für Besucher des Bolzplatzes im Stadtwäldchen zu schaffen. „Vielleicht könnte der Netto-Markt auf seine Parkplatzschranke verzichten?“, fragt der Norderstedter. Andere Besucher wünschen sich einen Kletterpark, Fitnessgeräte, einen Lagerfeuerplatz und mehr Wegebeleuchtung in einzelnen Parkabschnitten.

Bürger liefern Ideen

Auch Jürgen Vettern vom „Förderkreis Ossenmoorpark“ hat einige Ideen seiner 200 Mitglieder parat: „Wir würden gerne eine ‚grüne Schule für alle’ im Park der Gärten am Böhmerwald etablieren.“ Zudem hat sich der Ehrenamtler Gedanken zum Konfliktpunkt am Schulzentrum Süd gemacht: „Warum nicht einen Weg direkt am Bachlauf entlang führen? Ausreichend Platz ist vorhanden und Spaziergänger und Radfahrer müssten nicht das Schulgelände queren.“ – „Unsere Planungen laufen auf lange Sicht, wir können nicht alles gleichzeitig umsetzen und müssen Prioritäten setzen, die letztendlich vom Planungsausschuss verabschiedet werden“, erklärt Baudezernent Bosse. Die ersten Maßnahmen beginnen bereits in den kommenden Wochen: Die Wege zwischen Grundweg und Wacholdergrundweg werden saniert und mit neuen Bänken und Papierkörben ausgestattet. Und im Spätsommer erfolgt der Bau eines neuen Verbindungsweges zwischen Ochsenzoll und Glashütter Damm.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige