Hilfe für Mitmenschen in allen Lebenslagen

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Vorsitzender Werner Aschmutat zeigt Fotos der zahlreichen Aktivitäten des DRK in Norderstedt. Foto: Fuchs

DRK-Ortsverein Norderstedt feiert sein 100-jähriges Bestehen

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Norderstedts wohl älteste Hilfsorganisation feiert ein rundes Jubiläum. Der bundesweit „rührigste Ortsverein“ des Deutschen Roten Kreuzes wird in diesem Jahr 100 Jahre alt.

Dieser Titel wurde dem Norderstedter DRK vor fünf Jahren vom Bundesverband verliehen, weil er mit seinen 3100 Mitgliedern und 140 ehrenamtlichen Helfern jeden Monat 80 verschiedene Angebote mit 260 Terminen organisiert. „Auch mit 100 Jahren sind wir immer noch up-to-date“, sagt der Erste Vorsitzende Werner Aschmutat voller Stolz.

Gründung
1912 gründeten in Garstedt 39 engagierte Frauen um die Frau Pastor von Wicht den Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz, um Menschen in Notlagen zu helfen. Damit konnte der Verein kurz darauf mit voller Kraft beginnen, um Not leidende Familien während des Ersten Weltkrieges mit Lebensmitteln, Kleidung und Mietzuschüssen zu unterstützen.
Heute hat sich das Aufgabenfeld des DRK etwas gewandelt, der seit Stadtgründung 1970 die vier Stadtteilvereine zum Norderstedter Ortsverein zusammenschloss. „Wir kommen weg von den ursprünglichen Aufgaben, wie sie der Gründer Henry Dunant gesehen hat, und gehen hin zu einer Dienstleistungsorganisation der Bürger für den Bürger“, beschrieb der damalige Vorsitzende Kurt Schüder 1994 diese Entwicklung. Der Auftrag zu helfen blieb zwar erhalten. Aber aus dem Helfen an der Front wurde vor allem ein Helfen in der Not und gegen die Vereinsamung der Menschen. Und der heutige Vorsitzende Aschmutat baute das DRK zu einem Hilfsprojekt für alle Norderstedter in allen Lebenslagen aus.

Gesundheitsförderung
Es gibt die Gesundheitsförderung mit zahlreichen Fitnesskursen, Tanzen, Trommeln, Radfahren, Yoga und der Osteoporose-Gymnastik, an der jede Woche 180 Personen teilnehmen. Selbsthilfegruppen wie Diabetiker, Asbesterkrankte, Trauernde und Krebskranke treffen sich regelmäßig unter dem Dach des DRK, das seit Ende 1976 seine Zentrale in der Ochsenzoller Straße 124 hat. Daneben unterhält das DRK noch vier weitere Räumlichkeiten im gesamten Stadtgebiet. Senioren lernen beim DRK, mit dem Computer umzugehen, mit dem Handy zu telefonieren, ihr Gedächtnis zu trainieren, Englisch zu sprechen. Dies geschieht oft in 1:1-Lerngruppen mit anderen Senioren oder auch Schülern, die ihnen den richtigen Umgang mit der neuen Technik geduldiger beibringen als es ihre Enkel könnten, erklärt Aschmutat.
Und auch für die junge Bevölkerung tut das DRK allerhand. Da werden hyperaktive Kinder betreut und geschult und Grundschulkinder mit Äpfeln versorgt.
Die Ausbildung für Sanitätsdienst und Erste Hilfe und das Blutspenden sind selbstverständlich. „Zu jedem unserer Blutspende-Termine kommen 100 Freiwillige“, sagt der Vorsitzende Aschmutat.
Seit dem Jahr 2000 waren es mehr als 14.000 Blutspender. Mit 32.000 Besuchern pro Jahr nutzt fast jeder zweite Norderstedter eines der zahlreichen Angebote des DRK.
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