Kampf den Tretminen

Anzeige
Fachbereichsleiter Ralf Gercken zeigt den Beutel-Behälter am Rathaus. Foto: Fuchs

Quickborn stellt jetzt Hundekotbeutel

Quickborn. Die Stadt Quickborn hat jetzt den stinkenden Tretminen in der Innenstadt den Kampf angesagt. Damit das Ärgernis vieler Passanten, die aus Versehen in einen Haufen Hundekot auf den Bürgersteigen treten, endlich aus dem Stadtbild verschwindet, werden fünf Behälter mit Tüten aufgestellt – ähnlich wie dies im Norderstedter Stadtpark der Fall ist.
Die Hundehalter sind dann aufgefordert, beim Gassigehen die übel riechenden Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner selber zu entfernen, indem sie sie fein säuberlich in die Plastikfolien packten und diese im nächsten Mülleimer entsorgten, erklärt Fachbereichsleiterin Helga Lohse.
Gleichzeitig werden in der Stadt 2000 Flyer verteilt, die auf dieses neue Angebot hinweisen.

Uns stinkt‘s
Unter der Überschrift „Uns stinkt’s“ wird das Problem aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So ärgern sich Kinder, die auf einer städtischen Wiese spielen, tollen oder bolzen wollen, wenn sie solche Hundehaufen in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Zudem kann Hundekot krank machen, warnt das Faltblatt. Die Bakterien und Viren könnten zahlreiche Krankheiten wie Durchfälle, Hautentzündungen, Atembeschwerden oder Bandwürmer verursachen.
Ungefährdetes Spiel
„Kinder müssen auch in der Stadt ungefährdet spielen können“, fordert Bürgermeister Thomas Köppl. Deshalb sollten Wege, Spielwiesen und Bürgersteige frei von Hundekot sein. Gerade auf Spielplätzen sei dies „kein Kavaliersdelikt“, warnt Köppl.
Die Stadtverwaltung wolle nun zunächst mit Appellen die Hundehalter zum Mitdenken anregen. Falls das nicht klappt, wären auch Sanktionsmaßnahmen denkbar, kündigt der Verwaltungschef an. „In jeder Sprechstunde und bei jedem Stadtrundgang mit den Bürgern ist das ein Thema“, sagt Köppl. Wer glaube, nur weil er Hundesteuer bezahle, habe sein Tier das Recht, überall hinzumachen, irrt. „Die Einkommensteuer berechtigt mich ja auch nicht, umsonst in der Stadt zu essen und zu trinken.“
Standorte
Die Hundekot-Tüten hängen jetzt am Rathausplatz, am Birkenwäldchen in der Querstraße, am Heidmoor in der Kampstraße, am Dorotheenplatz in der Bahnhofstraße und am Freizeitsee im Harksheider Weg. Die Stadt hat 2000 Euro in das Projekt investiert. In Quickborn sind etwa 1200 Hunde registriert, die der Stadt 90.000 Euro an Steuern einbringen. (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige