Wache ist bald nur noch Filiale

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Die Zentralstation Henstedt-Ulzburg wird künftig dem Polizeirevier Kaltenkirchen zugeordnet

Polizei in Henstedt-Ulzburg bekommt mehr Personal. Problem Disko-Gewalt

Henstedt-Ulzburg. Die Polizeiwache in der Maurepasstraße bleibt bestehen, aber im Zuge der geplanten Neustrukturierung im Kreis Segeberg wird sie in ihrer Bedeutung herabgestuft. Das gilt auch für Bad Bramstedt. Beide Standorte haben vor-aussichtlich vom 1. Oktober an keine Zentralstation mehr, sie sind dann dem neuen Polizeirevier Kaltenkirchen zugeordnet. Fraglich ist, ob die Polizeistationen in Alveslohe, Ellerau und Tangstedt überleben.

Weniger Verantwortung

Polizeihauptkommissar Jens Rossow, Chef der Zentralstation in Henstedt-Ulzburg, glaubt nicht, dass es auf seiner Wache zu grundlegenden Veränderungen kommen wird: „Ich habe zwar künftig in Kaltenkirchen einen unmittelbaren Vorgesetzten und damit weniger Verantwortung, aber ich kann mich dafür mehr darum kümmern, was in unserer Gemeinde vorgeht.“

Mehr Personal

Dort gibt es Arbeit genug für seine Wache mit derzeit 22 Personen, die trotz aller Reformpläne der Polizeidirektion Bad Segeberg auf 25 Planstellen aufgestockt werden soll. Das kündigte Rossow auf einer Sitzung des Polizeibeirates an. Die Kriminalitäts-Statistik für das Jahr 2012 weist für in Henstedt-Ulzburg eine leichte Verringerung der Straftaten in fast allen Bereichen auf.
Die Zahl der Diebstähle ist um 14,3 Prozent auf 671 zurüäckgegangen, Sexualdelikte um 54,5 Prozent auf fünf, Vermögens- und Fälschungsdelikte um 4,6 Prozent auf 251. Sachbeschädigungen und Widerstand gegen die Polizei verringerten sich ebenfalls.

Mehr Rohheitsdelikte

Angestiegen sind Rohheitsdelikte wie Raub, räuberische Erpressung und Körperverletzungen, insgesamt um 12,9 Prozent auf 289. Im Mittelpunkt standen dabei Delikte im „Disko-Nachtleben“. Hier wurden im vergangenen Jahr 201 Einsätze aller Art, darunter 41 Rohheitsfälle, wahrgenommen. Zwölfmal waren es willkürliche Körperverletzungen, also überfallartig ohne erkennbaren Grund und ohne Täter/Opferbeziehung.

Prügel nahe der Disko

Aus den Räumen des „Joy“ wurden 20 Körperverletzungsdelikte gemeldet, 14 Einsätze wurden im Zusammenhang mit der Anfang 2012 geschlossenen Diskothek „U 1“ gebracht. Auffällig ist, dass die Brennpunkte aller Schlägereien inzwischen nur noch in den Nahbereichen der Diskotheken liegen. Aus dem Bürgerpark und anderen Bereichen wurden im vergangenen Jahr keine Randalierer mehr gemeldet. (rj)
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