Hammerhartes Programm

Anzeige
Das Nachdenken hat sich gelohnt. Mihail Kolylov konnte nach einem Bauernopfer den ersten Sieg für einen Norderstedter Spieler in der Schach-Bundesliga erringen. Foto: Maibom

Schachgemeinschaft Norderstedt gelang Achtungserfolg gegen SG Trier

Norderstedt. Nun ist es also wahr geworden – der SK Norderstedt ist Teil der Schachbundesliga. Und gleich am ersten Spielwochenende gelang den Norderstedtern ein Achtungserfolg gegen die SG Trier.
Zum Auftaktwochenende in Hamburg hatten die Norderstedter mit dem Vorjahressechsten Trier und Meister Baden-Baden dabei ein hammerhartes Programm erwischt. Beide Mannschaften hatten ausschließlich Großmeister am Start. Auf Norderstedter Seite trägt lediglich Ivan Salgado Lopez diesen Titel. Der Spanier ist der erste Großmeister überhaupt, der für den Schachklub spielt.
Die Premiere gegen Trier konnte dabei sicherlich als sehr gelungen betrachten. Nur knapp – aber verdient – musste sich der SKN mit 3,5:4,5 geschlagen geben. Die historisch erste Gewinnpartie in unsere Klubgeschichte erzielt dabei der Spieler, dem es alle sicherlich am meisten gönnen. Die langjährige Nummer eins der Norderstedter, Mihail Kopylov, opferte gegen Mircea-Emilian Parligras erst einen, dann zwei Bauern und erhielt damit einen so starken Angriff, dem sein rumänischer Gegner nicht standhalten konnte. Kopylov spielte diesmal nur am zweiten Brett, denn – ein weiterer historischer Moment – erstmals hatte der SKN einen Großmeister in unseren Reihen. Iván Salgado López spielte an Brett eins und kam gegen Viktor Erdoes zu einem Remis. Viktor Polischuk sorgte für die zweite Gewinnpartie des Tages.
In einem Wolga-Gambit stand er etwas gedrückt, rechnete im entscheidenden Moment aber genauer als sein Gegenüber Tornike Sanikidze. Eine seltene Niederlage für den Georgier, der in der Vorsaison 7,5 Punkte aus 8 Partien erreichte! Zwei weitere Remis erzielten Suren Petrosian und Thomas Kahlert. Letztererkämpfte über sieben Stunden und über 100 Züge, ehe ihm sein Gegenüber Laszlo Gonda die Punkteteilung anbot, da sich Kahlert mit Turm gegen Turm und Springer exakt verteidigen konnte. Geschlagen geben mussten sich Aljoscha Feuerstack, Arne Jochens und Hendrik Kues. Sonntag wartete dann mit Baden-Baden der deutsche Serienmeister. Da Baden-Baden immer mal wieder einen Kampf 8:0 gewinnt und der SKN im Deutschen Pokalfinale 0:4 die Segel streichen mussten, war das erste Ziel an diesem Tag Schadensvermeidung. Mehr als das ist dann auch nicht gelungen. (tm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige