Mit Selbstvertrauen zum Erfolg

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Viola Föderler von der JSG Alstertal / Norderstedt und Tracy Förster vom SV Henstedt-Ulzburg sind sich in dieser Szene nicht wirklich einig, wer den Ball bekommt. Die Punkte bekam am Ende die JSG.Foto: tm

Handballerinnen der Jugendspielgemeinschaft gewannen Derby und sind nun Tabellensechster

Henstedt-Ulzburg. War es nun ein Sieg mit Ansage? Nach der Niederlage im Spiel um Platz drei beim diesjährigen Ulzburg-Cup gegen den SV Henstedt-Ulzburg hatte Markus Rische, Trainer der A-Jugend-Mädchen der JSG Alstertal/ Norderstedt noch eine Revanche für das Punktspiel im November angesagt. Dass es tatsächlich so kam und die JSG 27:21 gewann, war dann aber nicht zu erwarten.
Der Grund war, dass die Henstedt-Ulzburger Mädchen deutlich besser die aktuelle Saison der Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein gestartet waren. Mit einer Bilanz von je zwei Siegen und Niederlagen ging der nördliche Nachbar in das Derby. Die Bundesland übergreifende Spielgemeinschaft hatte zum Saisonauftakt drei, teilweise recht deutliche Niederlagen hinnehmen müssen. Erst am vierten Spieltag gelang mit dem 26:21 gegen die HSG Mönkeberg-Schönkirchen der erste Erfolg.
„Dieser Sieg war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen. Das hatte nach den drei Niederlagen zuvor doch einen Knacks weg bekommen“, sagte Markus Risch. Da aber der SVHU einen deutlichen 31:21 Sieg gegen den VfL Bad Schwartau als letzte Visitenkarte vor dem Derby abgegeben hatte, betrachtete Risch die Gastgeberinnen als Favorit. Denn sein Team war gegen den VfL zu Saisonbeginn böse mit 19:30 unter die Räder gekommen.
Doch in der Handballhalle am Sportland machte die Jugendspielgemeinschaft von Anfang an eine bessere Figur als die Gastgeberinnen. Denen fehlte mit der am Knie verletzten Franziska Petschke die beste Spielerin. Auf der anderen Seite konnte die JSG, anders als noch beim Ulzburg-Cup, diesmal in bester Besetzung auflaufen.
Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte die ihr JSG Alstertal/ Norderstedt hervorragenden Handball. Schnell war eine Vier-Tore-Führung heraus gespielt. Mit variantenreichen Spiel kam der SV Henstedt-Ulzburg aber zurück. Beim Zwischenstand von 10:11 hatten die SVHU-Mädchen den Rückstand bis auf ein Tor abgebaut. Markus Risch nahm daraufhin eine Auszeit und stellte sein Team neu ein. „Danach folgte die beste Phase meines Teams“, sagte Risch. Die JSG setzte sich bis zur Pause auf 16:11 ab.
Das war die Vorentscheidung. Die Henstedt-Ulzburger Mädchen kamen mit hängenden Köpfen aus der Kabine in die zweite Halbzeit zurück, während Rischs Team vor Selbstvertrauen nur so strotzte. Und im zweiten Durchgang ließen die JSG-Mädchen keine Zweifel mehr an ihrem Erfolg aufkommen. Dank des Sieges hat die Mannschaft von Markus Risch nun den SV Henstedt-Ulzburg in der Tabelle überholt und ist Sechster. Für den Trainer ist das aber nur eine Durchgangsstation. Schließlich sieht er sich in einer Position, wo er Spielerinnen für Spitze ausbildet. Und gerade da sieht Markus Risch Handlungsbedarf und guckt etwas neidisch auf die Verhältnisse in Henstedt Ulzburg.
„Der SVHU hat tolle Rahmenbedingung mit der Halle in der Olivastraße, in der Tag und Nacht Handball gespielt und trainiert werden kann. Außerdem hat der Verein mit den ersten Damen in der dritten Liga ein tolles Aushängeschild für die eigenen Jugendlichen“, sagt Markus Risch. Die HG Norderstedt ist offen für den Leistungssport doch die ersten Damen spielen nur in der Hamburg-Liga. Das ist zwei Klassen unterhalb des SVHU.
Risch hofft, dass sich die beiden Stammvereine HG Norderstedt und SC Alstertal-Langenhorn auch im Damenbereich in naher Zukunft auf eine Spielgemeinschaft analog der JSG verständigen. (tm)
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