Norderstedt Open abgesagt

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Wo jetzt noch fleißig renoviert wird, sollten nach ursprünglichen Planung schon längst Schüler und Athleten wieder Sport treiben. Ein wichtiges Turnier musste bereits abgesagt werden.Foto:Maibom

Moorbekhalle: Abschluss der Sanierungsarbeiten verzögert sich weiter

Norderstedt. Keine guten Nachrichten für Sportler und Schüler kommen derzeit von der Stadt Norderstedt. Die Moorbekhalle bleibt wahrscheinlich bis Ostern halbseitig gesperrt, weil sich die Sanierungsarbeiten verzögern.
Ursprünglich sollte die Halle schon seit Jahresbeginn für den Sport wieder freigegeben sein.
Doch Probleme bei den Sanierungsarbeiten verzögerten die Fertigstellung. Norderstedts erster Stadtrat Thomas Bosse erläutert die Verzögerungen. „Bei einer Routineuntersuchung wurde festgestellt, dass die Dachkonstruktion früher als erwartet statische Probleme aufwies. Eines der beauftragten Bauunternehmen musste ersetzt werden und zu guter Letzt waren die gelieferten neuen Deckenträger nicht ausreichend für die geforderten Belastungen, so dass neue angefertigt werden müssen.

Freigabe im April?

Es kam einfach eines zum anderen“, sagt Bosse. Er rechnet mit einer Freigabe der Halle rund um Ostern. So wurde der nach den ersten auftretenden Schwierigkeiten angepeilte Freigabetermin 11. Februar schnell wieder verschoben. Nun ist der April als neuer Freigabetermin anvisiert.
Für die Kampfsportler von Kodokan kommt der Termin viel zu spät. Sie wollten am 16./17.Februar ihr renommiertes Turnier „Norderstedt Open“ veranstalten. Doch das musste nun abgesagt werden. „Wir brauchen für die Veranstaltung eine gut 50 Meter breite Halle, um die vier Wettkampfflächen vorschriftsmäßig aufzubauen. Das geht hier im Umkreis nur in der Moorbekhalle“, sagt Stefan Jacobs, 1.Vorsitzender bei Kodokan. Zudem muss die Halle an dem Wochenende verfügbar sein. In der Not hatten sich die Norderstedter sogar in Neumünster bei den Inhabern der Holstenhallen angefragt. Die wollten aber 8000 Euro Hallenmiete für ihre Örtlichkeiten haben, zu viel für den kleinen Verein. So musste das internationale Ju-Jutsu-Turnier abgesagt werden. Die Kodokan Open, die 1998 das erste Mal stattfanden, sind das größte offene Ju-Jutsu-Turnier in Norddeutschland und eines der meistbeachteten in Europa.

Ju-Jutsuka: EM-Sichtung

Im vergangenen Jahr nahmen rund 500 Athleten aus acht Nationen an den Wettkämpfen in Norderstedt teil. „In diesem Jahr hatte der Deutsche Ju-Jutsu Verband angekündigt, die Nominierungssichtungen für die diesjährigen Europameisterschaften bei uns durchzuführen. Auch andere Nationen nutzen die Kodokan Open regelmäßig zur Sichtung ihrer Kader“, verdeutlicht Stefan Jacobs die Bedeutung des Turniers.
Neben den Kampfsportlern müssen natürlich auch die Schüler im Schulzentrum Nord und der Berufsschule weiter mit den Einschränkungen leben.
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