Saisonziel verpasst

Anzeige
Zwischen Hoffen und Bangen: Nach dem Schuss von Victorias Andreas Goldgraebe (rechts) schauen Norderstedts Torwart Marcel Kindler sowie Felix Schuhmann (Mitte) und Kapitän Ole-Kristian Hengelbrock gespannt dem Ball hinterher. Doch das Spielgerät verfehlt das Norderstedter Tor um anderthalb Meter. Foto: Maibom

Eintrachts Träume vom Pokalfinale platzten / Eimsbütteler TV triumphierte

Norderstedt. Eintracht Norderstedts Träume vom Pokalfinale platzten nach 90 Minuten im Stadion Hoheluft. Mit 1:2 verloren die Norderstedter das Halbfinale. Neben der unbefriedigenden Rückrunde und dem damit verpatzten guten Abschneiden in der Oberliga Hamburg verspielte Eintracht Norderstedt das zweite, große Saisonziel.
Der Eimsbütteler TV hatte es vergangenes Jahr vorgemacht, dass man auch als Außenseiter Hamburger Pokalsieger werden kann. Gegen den SV Victoria gingen auch die Norderstedter auch als Außenseiter ins Spiel. Eigentlich hätte Eintracht Norderstedt mit ganz breiter Brust auflaufen können. Denn das Erreichen des Halbfinales ist der größte sportliche Erfolg für den 2003 gegründeten Fußballverein. Doch vor 937 Fans im Stadion Hoheluft setzten die Gastgeber die ersten Akzente. Schon nach acht Minuten gelang Benny Hoose das 1:0. Doch Eintracht Norderstedt steckte den Rückstand gut weg. Nach einem von Philipp Koch getretenem Eckball köpfte Mario Jurkschat das 1:1. Mit diesem Ergebnis gingen die Teams in die Pause. In der fingen die Probleme der Norderstedter an. Spielmacher Linus Meyer und Dominic Ulaga konnten verletzt nicht mehr weiterspielen. „Gerade Linus fehlte uns für die überraschenden Spieleröffnungen“, sagte Eintracht-Trainer Matthias Dieterich. So nahmen die Platzherren das Heft in die Hand. Und nach 57 Minuten musste Eintracht Norderstedt-Keeper Marcel Kindler zum zweiten Male hinter sich greifen. Dennis Sudbrak hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und am langen Pfosten stand der ehemalige Bundesliga-Profi vom FC St.Pauli Nico Patschinski und konnte in aller Seelenruhe den Ball ins Tor schieben. „Wir haben in der Situation nur auf den Ball geschaut und nicht mehr mitbekommen, was im Rücken unserer Abwehr passierte“, kritisierte Dieterich das Defensivverhalten seines Teams in dieser Szene. In der Folgezeit hatten die Norderstedter zwar mehr vom Spiel, ohne wirkliche Torchancen erspielen zu können. Der Schuss von Dane Kummerfeld in der letzten Minute der Nachspielzeit hätte noch die Verlängerung bringen können, doch der Ball flogt knapp 20 Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. „Das war unser Saisonhighlight. Nun wird es schwer werden, die Mannschaft für die letzten Ligaspiele einzustellen“, sagte Matthias Dieterich. Statt von Bayern München oder Borussia Dortmund als Gegner im DFB-Pokal zu träumen, heißt es weiterhin spielen gegen SV Rugenbergen oder Buchholz 08. Die Chance auf den Aufstieg in die Regionalliga hat Eintracht Norderstedt zu Beginn des Jahres verspielt. Das Team hatte als Tabellenführer überwintert aber mit einer sensationell schlechten Serie von nur fünf Punkten aus sieben Spielen schnell den Anschluss an die Spietz verloren. Als Folge der Niederlagenserie musste Trainer Andreas Prohn seinen Hut nehmen. Sein Assistent Dieterich wurde neuer Cheftrainer. „Wir können noch Dritter werden und das will ich auch erreichen“, lässt sich Dieterich aber nicht unterkriegen. Momentan ist die Eintracht Siebter. Den Aufstieg hat das Präsidium auch schon abgehakt. Nach der Schwächephase verzichtete Präsident Reenald Koch darauf, die Unterlagen für die Regionalliga beim Verband einzureichen. Aber aufgeschoben sei nicht aufgehoben, so Koch. (tm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige