SVHU-Fußballerinnen jubeln

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Ausgelassene Freude bei den SVHU-Fußballerinnen: Durch einen 4:1 Sieg über TuRa Meldorf gewannen sie den SHFV-Pokal Fotos: Maibom
 
Mannschaftsführerin Kathrin Patzke (rechts) war oft von ihren Gegnerinnen nur durch Fouls zu stoppen

Qualitätsschub durch Neuzugänge. Damen starten beim DFB-Pokal

Henstedt-Ulzburg. Die Fußballerinnen des SVHU haben ihrer ohnehin erfolgreichen Saison ein weiteres Highlight hinzugefügt. Im Finale des SHFV-Pokals besiegte der neue Meister der Schleswig-Holstein-Liga seinen Konkurrenten den TuRa Meldorf mit 4:1 und darf nun im DFB-Pokal starten.

Eine Saison des Umbruchs

Es war eine Saison des Umbruchs beim SVHU. Bedingt durch die Quasi-Auflösung der Frauenfußball-Abteilung beim Hamburger SV wechselten vor der Saison gleiche ganze Reihe talentierter Nachwuchsspielerinnen zum SVHU. Hinzu kamen mit Bianca Weech, Kathrin Patzke, Josefine Krengel und Christine Schoknecht vier Bundesliga-erfahrene Spielerinnen. Das brachte einen unglaublichen Qualitätsschub im Team. Als Folge dominierte der SVHU die beinahe beendete Schleswig-Holstein-Liga-Saison.
Zwei Spieltage vor Saisonende führt der SVHU die Klasse mit 56 Punkten bei zwölf Zählern Vorsprung an. In 20 Spielen trafen die SVHU Spielerinnen sagenhafte 119 mal ins gegnerische Tor. Das sind fast sechs Treffer pro Spiel. Von solch einem Wert kann auch der FC Bayern München nur träumen. Zumal die SVHU-Damen, im Gegensatz zu den Bayern, bisher noch kein Spiel verloren haben.
Nach der Meisterschaft sicherten sich die Henstedt-Ulzburgerinnen nun das Double. In Neumünster spielten sie um den SHFV-Pokal und das für den Sieger vorbehaltene Startrecht im DFB-Pokal. Das holten sich die Henstedt-Ulzburgerinnen mit einem 4:1 Erfolg. Die 1. Halbzeit der Henstedt-Ulzburgerinnen war dabei so dominant, dass sogar SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer ins Staunen geriet.
„Der SVHU hat ja nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen ein Topteam der Liga. Aber die Henstedt-Ulzburger Überlegenheit in der 1. Halbzeit hat mich überrascht“, gab der oberste Schleswig-Holsteiner Fußballer bei der Pressekonferenz nach dem Spiel zu.
Nach dem 3:0 zur Halbzeit, Alina Witt hatte zweimal, Kathrin Patzke einmal getroffen, schaltete der SVHU zwei Gänge zurück und setzte so den Sieg noch aufs Spiel. „Hätte Meldorf nach dem 1:3 einen weiteren Treffer erzielt, wäre es eng geworden“, gab SVHU-Trainer Jan Siemers zu. Aber es traf nur noch einmal Kathrin Patzke und anschließend war beim SVHU erst einmal Freude pur angesagt.
Dann war aber auch Zeit für nachdenkliche Worte. Der SVHU erhielt für den Pokalsieg 1500 Euro und für die Teilnahme an der 1. Runde im DFB-Pokal 1000 Euro. Dem VfR Neumünster, der bei den Herren siegte, wird der DFB-Pokal mit 110.000 Euro versüßt, egal ob das Team ausscheidet. Ein Sport, zwei Welten.

Neues Nachwuchskonzept

Und Jan Siemers will in der kommenden Saison den SVHU neu aufstellen. „Wir müssen unsere Nachwuchsarbeit im Verein intensivieren und verbessern. Eigene Talente sollen den Weg in unsere 1. Damen finden“, fordert der Trainer.
Bevor ein neues Nachwuchskonzept fassen kann, sind aber noch zwei Spiele in der Schleswig-Holstein-Liga zu absolvieren. Und dann wollen die Fußballerinnen noch zweimal Grund zum feiern haben. Zum einen ist am 18. Mai in Schmalfeld das Kreispokal- Finale gegen die SG Rönnau/ Daldorf angesetzt. Der SVHU geht als haushoher Favorit ins Rennen. (tm)
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