Triathlon: Wieselflinke Wasserratten

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Lennart Grube, Lasse Nygaard Priester und Till Böhme (von links) hängten beim Sprint-Triathlon alle ab. Das Trio von der SG Wasserratten siegte mit Zeiten rund um eine Stunde. Fotos: Maibom.

1100 Sportler gingen beim diesjährigen Triathlon an den Start

Norderstedt. Der TriBühne-Triathlon hat seine Heimat gefunden. Ein Jahr nach der Landesgartenschau fand der erste Dreikampf unter den Bedingungen statt, wie sie auch in Zukunft sein sollen. Chef-Organisatorin Dagmar Buschbeck war begeistert. „Wir haben unseren Platz gefunden“, freut sich die umtriebige Organisatorin. Sie hatte vor sieben Jahren die Idee, in Norderstedt einen Triathlon zu veranstalten. Erst rund um das Arriba-Bad in Garstedt. Dann rund um den Stadtparksee auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände. Im vergangenen Jahr war der in die erstmals ausgerichtete Norderstedter Sportwoche eingebettete Triathlon einer der Zuschauermagneten auf der Landesgartenschau. Und auch in diesem Jahr säumten über Tausend Sportfans die Strecke.
Und endlich ist der Triathlon auch „normal“. Wurde noch 2011 wegen der Landesgartenschau die mit rund einem halben Kilometer längste Wechselzone der Welt auf der Schleswig-Holstein-Straße errichtet, so konnten diesmal alle Wechsel von Schwimmen zum Radfahren und danach zum Laufen auf einem nur rund hundert Meter langen Wegstück an der Stadtparksee-Promenade absolviert werden. Aus dem „Vierkampf“ von 2011, Laufen mit dem Fahrrad kam quasi noch als Disziplin hinzu, war wieder ein Triathlon geworden; ein Dreikampf mit optimalen Rahmenbedingungen.
Dafür sorgten neben den Sponsoren auch die gut 250 Helfer von der SG Wasserratten und der DLRG Norderstedt auf und neben der Strecke. Wären alle so schnell wie das Wasserratten-Trio Lasse Nygaard Priester, Lennart Grube und Till Böhme gewesen, dann hätten die Helfer einen sehr kurzen Arbeitstag gehabt. Die Nachwuchsathleten absolvierten die Sprint-Distanz schneller als alle anderen Starter. Lasse Nygaard Priester brauchte für 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen lediglich 57,13 Minuten. Lennart Grube war knapp drei Minuten länger unterwegs, Till Böhme kam eine knappe Minute nach Grube als Dritter ins Ziel.
Mit dem zweiten Platz im Triathlon hat sich Grube aber den Titel als bester Athlet Norderstedt gesichert. Dieser Wettbewerb war über die gesamte Norderstedter Sportwoche ausgeschrieben. Vier Wettbewerbe mussten die Teilnehmer absolvieren: Beim 3.Norderstedter Langstreckenschwimmen 1.250 Meter Schwimmen, beim STEVENS Sommerkriterium am Gutenbergring 28 Kilometer Radfahren, beim Hamburg Airport Abendlauf 6,9 Kilometer Laufen und beim 6. TriBühne Triathlon die Volksdistanz, bestehend aus 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen.
Aus der Addition der Zeiten bei diesen vier Veranstaltungen ergab sich der Sieger des Wettbewerbs. Lennart Grube war insgesamt 2:24,18 Stunden unterwegs. Knapp neun Minuten länger brauchte sein Trainer Stefan Schröter, der zweiter wurde. Beste Athletin wurde Kirstin Sommer, die in der Addition der Zeiten auf 2:56,12 Stunden kam. Damit verwies sie Lennarts Mutter Claudia um ziemlich exakt fünf Minuten auf den zweiten Platz. In diesem Jahr wurde aber nicht nur der Sprint-Triathlon ausgetragen. Nachdem die Jugendwettbewerbe im letzten Jahr wegen der Landesgartenschau stattfinden konnten gehörten sie diesmal wieder mit zum Programm. Und der Schleswig-Holsteiner Triathlonverband hatte seine Landesmeisterschaften ebenfalls beim TriBühne-Triathlon austragen lassen. Die Landesmeisterschaften fanden auf der olympischen Distanz statt. Das sind 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer auf der Laufstrecke. Bei den Frauen war die Weltmeisterin in der Altersklasse 40, Bettina Lange vom TSV Bargteheide Triathlon, nicht zu schlagen 2:19,05 Stunden bedeuteten sowohl die Landesmeisterschaft als auch den Sieg im Frauenrennen. Nicholas Wiebe wiederholte seinen Vorjahressieg. Der für den PSV Eutin startende Norderstedter benötigte in diesem Jahr 2:06,35 Stunden und wurde ebenfalls Sieger und Landesmeister. Während Bettina Langes Sieg deutlich war, kam Wiebe nur fünf Sekunden vor Birger Jörgensen ins Ziel. In der Wechselzone nach dem Radfahren hatte Wiebe das Rennen gewonnen. Als zweiter war er mit dem Rad angekommen und als erster Läufer ging er wieder auf die Strecke.
Das packende Finale beim olympischen Triathlon war der krönende Abschluss der Norderstedter Sportwoche. Mit dem Radrennen am Gutenbergring hat Chef-Organisatorin Dagmar Buschbeck das letzte fehlende Puzzleteil in eine richtig runde Veranstaltungs-Woche eingefügt. 1100 Sportler waren diesmal allein beim Triathlon dabei. (tm)
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