Von tapferen Mädchen und harten Jungs

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Daniel Cammin sorgte für die ersten Punkte in der Partie Wolves gegen Seals. Der Quickborner erzielte sechs Zähler per Touchdown. Foto: Maibom

American Football: Starlets und Wolfes trotzen Wetter und anderen Attacken

Norderstedt. Der Regen prasselt in Strömen, eine Hand voll unerschütterlicher Zuschauer harrt unter Regenschirmen auf der Tribüne im Waldstadion aus. Doch die Mädchen der Junior Starlets und die Jungen der Junior Wolves trotzten dem Regen. Und mit ihrem Widerstand gegen die widrige Witterung wurde wurde auch gleich der Tabellenführer hinfort gespült. Die Norderstedter gewannen 12:8 gegen die Lübeck Seals.
Den Footballern aus Norderstedt machte die Witterung nichts aus. „Wir können unsere Spielzüge bei trockenem Wetter und im Regen spielen. Wir trainieren schließlich bei jedem Wetter draußen“, sagte Leon Kröger, Verteidigungsspieler der Wolves. Bei Regen sei nur etwas mehr Sorgfalt bei den Schritten gefragt. Auf dem rutschigen Rasen kann ein flüchtiger Schritt schnell das Ausrutschen und damit vorzeitige Ende eines Spielzuges bedeuten.
Oder ein nachlässiger Griff nach dem Ball verschafft dem Gegner Raum- und Punktgewinn. So passierte es Nino Koschlig. Der Runningback der Wolves wollte den Ball in der eigenen Endzone fangen, das Spielgerät rutsche ihm aber durch die Hände. Als er den Ball wieder unter Kontrolle hatte, wurde der Norderstedter aber von den Lübecker Verteidigern zu Boden gebracht. Ein Safety, das sind zwei Punkte für die Seals, waren die Folge. Angetrieben von jeder Menge Adrenalin, ignorierten die Junior Wolves, dass das Wetter miserabel war sowie ihnen der ungeschlagene Tabellenführer gegenüber stand und machten ihr bestes Spiel in der Saison. Alexander Bingül und Daniel Cammin erzielten zwei Touchdowns. Den Lübeckern gelang es nur einmal durch Dan Jacobsen den Ball in die Norderstedter Endzone zu bringen. Ansonsten waren die Manieren der Hansestädter scheinbar vom schlechten Wetter fortgewaschen worden. Während des Matches gab es schon Strafen wegen unsportlichen Verhaltens, die Norderstedter wurden von den Lübecker Fans übelst beschimpft. Nach dem Spiel wollten sich zwei Seals gar prügeln und mussten von ihren Mitspielern an der nonverbalen Auseinandersetzung gehindert werden.
Solche Aufputschmöglichkeiten hatten die Mädchen von den Junior Startlets nicht. Die Cheerleader der Norderstedter haben nur den Spaß an der Bewegung, wenn sie tanzen. Aber auch die Starlets trotzten Wind und Regen. Bei gut zehn Grad spulten die Cheerleader routiniert ihr Programm ab. „Irgendwann bist du nass und dann spürst du den Regen gar nicht mehr“, kommentierte Stephanie Schuldt, Kapitänin der Starlets, das Unvermeidliche. (tm)
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