Eine magische Prise Hoffnung

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Vier Hamburger Feen: Die Rastafairys 4 Africa (v.r.) Jen Martens, Queen Easy, Gardy Stein-Kanjora und Cosma Shiva Hagen: "Fairys steht auch für 'Feen'. Denn unser Slogan ist ja: Doing the magic, keeping it green. Und dann steckt noch das Wort 'Fair' drin." Foto: Florian Rathcke/pi
 
Die Rastafairys organisieren und veranstalten jeden Monat Charity-Konzerte in der 'sichtbar' - und haben sichtbar (!) Spaß dabei... Foto: Florian Rathcke/pi

Interview mit Schauspielerin Cosma Shiva Hagen über ihr soziales Engagement bei "Rastafairys 4 Africa"

INTERVIEW

Dass Cosma Shiva Hagen (30) weit mehr ist, als "nur" die schöne Tochter von Punk-Skandalnudel Nina Hagen, hat sie als Schauspielerin mehr als einmal bewiesen. Im WochenBlatt-Interview spricht sie über ihr soziales Engagement bei den "Rastafairys 4 Africa".
WB: Wie ist es denn überhaupt zu dieser Künstlerinitiative gekommen. War das Deine Idee?

Cosma Shiva Hagen: Den Anstoß gab Jen Martens, deren Wurzeln in Ghana liegen, die mir eine Email schrieb, die mich so berührt hat - und ich bekomme wirklich viele, viele Emails -, dass sie mir lange in Erinnerung blieb. Die kam wirklich von Herzen und auch Jens Idee, in meiner Bar ein Benefiz-konzert für Afrika zu veranstalten, erschien mir so durchdacht und plausibel, dass ich DJ Queen Easy und Gardy, die schon länger unsere Rastafairy-Reihe machen, darauf ansprach. Tja, was soll ich sagen: Die Leute waren gleich Feuer und Flamme!

WB: Es haben sich ja mittlerweile jede Menge Künstler mit euch solidarisiert - auch prominente...

Cosma: Oh ja, Oceana zum Beispiel hat, als sie davon hörte, ganz spontan für unser Kick-Off-Event im Dezember zugesagt, das übrigens großartig ankam. Überhaupt: für mein Empfinden entwickelte sich das alles rasend schnell. Plötzlich hatten wir enormen Zuspruch und dann wurde es auch schon konkret. Schnell fanden die ersten Unplugged-Charity-Konzerte in der "sichtbar" statt, die es jetzt monatlich gibt...

WB: Du bist ja schon einige Jahre in der Afrika-Hilfe aktiv...
Cosma: Das stimmt. Mich fasziniert dieser Kontinent einfach sehr. Ich mag die Menschen, deren Offenheit und Gastfreundschaft und wie sie es schaffen, mit dem Wenigen, das sie haben, trotzdem noch Freude am Leben zu vermitteln. "Rastafairy 4 Africa" ist für mich etwas ganz Besonderes, weil ich dafür viel mehr hergebe als nur mein "bekanntes Gesicht". Da bin ich - gemeinsam mit meinen drei Mitstreiterinnen - sozusagen mit Leib und Seele dabei. Die ganze Orga und so - das bedeutet manchmal 48-h-Tage! ;-)

WB: Welche Idee steckt denn konkret hinter der Rastafairy-Initiative?

Cosma: Die "Rastafairys" stehen für die Kraft der Gemeinschaft und die Magie der Musik. Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Wachstums. Das ist es, was wir dem Kontinent Afrika wünschen: eine magische Prise Hoffnung und Wachstum in eine bessere Zukunft. Die bisher gesammelten Spenden - etwa 2000 Euro - gingen alle an unseren Projektpartner "Ärzte ohne Grenzen", die das Geld in den krisengebeutelten Gebieten Somalias für die Soforthilfe einsetzen. Total wichtig ist auch: Unsere Events dienen als Plattform, um über die Situation in Afrika aufzuklären: wir berichten äber die Dürre oder über die Verzweiflung der Afrikaner, die aus der Not heraus Piraten werden. Keine Lehrveranstaltung, aber wir wollen darüber informieren, weshalb wir zu Spenden aufrufen. Cool ist auch, dass sich unser Fokus schon erweitert hat: Wir haben über Karl-Heinz Böhms Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" Zugang zu Projekten in Äthiopien. Kurz gesagt: Die "Rastafairys" haben noch viel vor!

Kontakt: rastafairys@live.de

Übrigens: Wer die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen bald mal wieder bewundern möchte, kann das demnächst im ZDF: Die aktuelle TV-Produktion "Schief gewickelt" ist eine schräge und romantische Großstadt-Komödie, mit der Kult-Regisseur Lars Becker an seine Filme "Das Gelbe vom Ei" und "Schade um das schšne Geld" anknüpft. Ken Duken spielt den oberflächlichen Eddy. Als er anonym eine stinkende Windel zugeschickt bekommt, macht er sich auf die Suche nach der Absenderin: Cosma Shiva Hagen, die eine allein erziehende Mutter spielt. Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest.

"Doing the magic, keeping it green!" - Unter diesem Motto veranstalten Cosma Shiva Hagen, Jen Martens, Queen Easy und Gardy Stein-Kanjora - allesamt Initiatorinnen des Projekts "Rastafairys 4 Africa" - seit Ende vergangenen Jahres Unplugged-Konzerte in der Kunst- und Kulturkneipe "sichtbar" am Fischmarkt. Am 13. Juli gab es gar ein großes Benefiz-Spektakel der Rastafairys im Knust. Musiker diverser Genres fanden sich an diesem Abend zusammen, um sich gemeinsam für den guten Zweck einzusetzen. EDITA ABDIESKI, MARTIN JONDO, DIE HERREN SIMPLE, YASMIN K., BAHAR KIZIL, BIGSOUL, BRETT HUNT, JASMIN RATHCKE, SEBÓ und MIGHTY HOWARD sind nur einige der Stars, die das Hamburger Publikum mit ihren Songs verzauberten. Da sie komplett auf eine Bezahlung verzichteten, können alle Einnahmen des Abends an die Projektpartner "Ärzte ohne Grenzen" und "Menschen für Menschen" (Hilfsorganisation des Schauspielers Karl-Heinz Böhm in Äthiopien) gespendet werden. "Bis zu 750 Gäste waren dabei, super Stimmung, tolles Publikum! Der Abend war ein totaler Erfolg!", resümiert Jen Martens, eine der Rastafairys. Wie viel Spenden eingenommen wurden und was mit denen passiert, ist demnächst im Internet nachzulesen auf
http://www.facebook.com/Rastafairys
oder
http://www.twitter.com/rastafairys

Impressionen hier: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.426044320...

INFO: Nächste Benefiz-Unplugged-Gigs in der "sichtbar", Fischmarkt 5:

17.08.: Marvin Brooks

06.09.: Kathrin Wulff

21.09.: Sammy Barry

http://sichtbar-hamburg.de
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