Fluglärm in Niendorf dramatisch hoch!

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Hamburg: Hamburg Airport |

Statistik des Flughafen täuscht Entlastung vor


Im ersten Monatsbericht der Flughafen Hamburg GmbH (FHG) zum Vergleich der Fluglärmsituation des Januar 2016 zum Vorjahr, wird kräftig mit den Zahlen jongliert, bis ein genehmes Ergebnis heraus kommt.

„In Anbetracht der Tatsache, dass Niendorf in der Schere der beiden Bahnen liegt und somit den Lärm der Flugbewegungen aus fast allen Richtungen abbekommt, stellt sich eine dramatische Fluglärmsituation für unseren Stadtteil dar“, resümiert Lothar Galka von der Initiative gegen Fluglärm in Niendorf.

Der Fluglärm insgesamt hat zugenommen und Niendorf wird von einem beachtlichen Teil des "Fluglärmteppich" abdeckt.

Die Aussage sowohl in der Veröffentlichung der FHG 'Jahresstatistik 2015' als auch im 'Monatsbericht Januar 2016', dass "Niendorf vom Fluglärm entlastet wurde" ist faktisch falsch. „Derartige Darstellungen müssen als grob irreführend betrachtet werden, denn sie beschreiben nicht die wirkliche Fluglärmsituation“, sagt Lothar Galka.

Fluglärmbelastung in Niendorf


Die Belastungen in Niendorf erklären sich einfach. Während die FHG ihre Betrachtung auf die Start- und Landeüberflüge in Niendorf (Süd) reduziert, sind jedoch für das gesamte Niendorf auch die Gesamtzahl der Starts und Landungen als Orientierungsgröße der Lärmbelastung heranzuziehen.

Um ein vollständiges Bild der Fluglärmsituation in Niendorf zu erhalten, sind also zu berücksichtigen,

• die Überflüge in/aus Richtung Ohmoor, die für Niendorf (Nord/Ost) gleichermaßen lärmrelevant sind.

• die Starts, die vom Startbahnkopf 05 unmittelbar aus Wohngebieten in Niendorf (Süd) heraus erfolgen und dort extremen Lärm verursachen.

Für Niendorf ergibt sich bei dieser Berücksichtigung eine inakzeptable Hochbelastung:

58,5 Prozent der Starts über das Ohmoor (RWY 33) belasteten Niendorf Nord.

34,5 Prozent der Startüberflüge (RWY 23) belasteten Niendorf Süd

5 Prozent der Starts (RWY 05) belasteten Niendorf Süd zusätzlich.

In Summe belasten 98 Prozent der Starts ingesamt den Stadtteil Niendorf. Auf die Landungen entfallen 39,5 Prozent.

„Eine Fluglärmentlastung, wie diese von der FHG behauptet wird, sieht anders aus“, schließt Galka.
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