Kinder brauchen ihre Privatsphäre

Wann? 22.05.2017

Wo? Talstraße 18, Talstraße 18, 25451 Quickborn DE
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Jugendschützer Jörn Folster und Nicole Eickhoff vom DRK-Familienzentrum in Quickborn wollen Eltern einen Leitfaden für den Umgang mit digitalen Medien geben Foto: Fuchs
Quickborn: Talstraße 18 |

Am 22. Mai gibt es in Quickborn einen Infoabend des Kreisjugendschutzes

Quickborn Die sozialen Netzwerke, Smartphones und Tablets machen das Leben und die Kommunikation untereinander nicht nur leichter. Sie stellen die Gesellschaft auch vor immer neue Herausforderungen und Risiken, sagt Jörn Folster. Der Kreisjugendschützer lädt jetzt mit Nicole Eickhoff vom Familienzentrum des Deutschen Roten Kreuzes Eltern und Erzieher für Montag, 22. Mai, nach Quickborn zum Informationsabend ein. Das Thema lautet: „Wir kann ich die Privatsphäre meines Kindes im digitalen Medienzeitalter schützen?“„Wir wollen die Familien wachrütteln, dass sie aufpassen sollten, wie sie mit den digitalen Daten ihrer Kinder umgehen und was sie davon ins Netz stellen“, erklärt Folster. Das fange schon mit den Fotos an, die die Eltern von ihren Kleinen gerne im Überfluss machen. Aber sollten die gleich auf Facebook gepostet werden, wo sie womöglich für alle Welt zu sehen wären? Und wie ist es mit den Bildern, die man schnell Großeltern oder Bekannten aufs Handy schickt? Verletzt das die Privatsphäre der noch minderjährigen Kinder?

Eltern als Vorbild


Darauf will Folster an diesem Abend versuchen, Antworten zu geben: „Wir wollen dabei an die Vorbildfunktion der Eltern appellieren und ihnen eine Art Leitfaden geben, wie sie sich im Idealfall verhalten sollten.“ Auch Kinder hätten ein Recht auf Datenschutz und möchten nicht, dass ihre Fotos überall hochgeladen werden, weiß Nicole Eickhoff von ihrer täglichen Arbeit in der DRK-Kita Talstraße, die zurzeit 150 Kinder betreut. Zumindest sollte den Kindern ein Mitspracherecht eingeräumt werden, ob und welche Fotos denn der Oma geschickt werden. Folster rät: „Kinder können und sollten das selbst entscheiden.“

Vorsicht vor Smombies


Zudem soll der Infoabend auch die Eltern dafür sensibilisieren, wie viel Raum sie selbst den digitalen Medien einzuräumen bereit sind. „Kinder stehen heute in Konkurrenz zu den Smartphones ihrer Eltern“, weiß der erfahrene Jugendschützer. Immer öfter seien Eltern mit dem Kinderwagen unterwegs zu sehen, während sie die meiste Zeit auf ihr Handy starrten. Im Fachjargon werde so ein Verhalten „Smombie“ genannt, das vor zwei Jahren zum Jugendwort des Jahres gekürt wurde, um die durch die Straßen mit dem Smartphone in der Hand laufenden Leute zu charakterisieren. Der Jugendschützer gibt Ratschläge, wie viel Medienkonsum gesund und für alle Seiten erträglich ist. Folster: „Das wird kein Vortragsabend, sondern eine lebhafte Diskussionsrunde.“ (bf)

Infoabend zum digitalen Umgang im Familienalltag: Wie kann ich die Privatsphäre meines Kindes im digitalen Medienzeitalter schützen?“, DRK-Kita, Talstraße 18 in Quickborn, Montag, 22. Mai, 19.30 bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um vorherige Anmeldung wird unter 04106/4410 oder koordination-faz-quickborn@web.de gebeten
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