Mit offenen Armen empfangen

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„Alleinerziehende Mütter müssen im Alltag große Herausforderungen meistern“, sagt Hannah Gleisner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Quickborn Foto: aj
Quickborn: Ziegenweg 3 |

Im Alleinerziehenden-Treff in Quickborn können Mütter über den Alltag reden

Anja Junghans-Demtröder
Quickborn
Alleinerziehende – egal ob Frau oder Mann – leisten in unserer Gesellschaft Außerordentliches. Doch natürlich sind es in erster Linie Frauen, die Kind(er), Beruf und Alltagsleben unter einen Hut bringen müssen. Im Alleinerziehenden-Treff können Single-Mütter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, ohne über die Organisation einer Kinderbetreuung zu grübeln und dabei mit aufgeschlossenen Frauen in ähnlichen Lebensformen sprechen, Kraft schöpfen und die eigene Alltagssituation verarbeiten.

Fegenseitige Vernetzung

Beim Alleinerziehenden-Treff handelt es sich um eine offene Zusammenkunft, die für alleinerziehende Mütter aus Quickborn und Umgebung eingerichtet wurde. Die Gesprächsrunde wird von einer moderierenden Psychologin begleitet, die alle herausfordernden Anliegen auffängt. „Die Mütter haben hier die Gelegenheit, die sogenannte Psychohygiene zu betreiben. Sie bekommen ein eigenes Zeitfenster gestellt, um belastende Sachverhalte anzubringen“, sagt Quickborns Gleichstellungsbeauftragte Hannah Gleisner. Der Treff soll zur Ankurbelung des Soziallebens beitragen, indem er Möglichkeiten zur gegenseitigen Vernetzung bietet. „Einige Mütter haben gute Lösungswege gefunden, die sie als Erfahrungswerte gern weitergeben“, betont Gleisner. Fast jede fünfte Familie „besteht“ nur aus einem Elternteil, rund 2,2 Millionen Kinder unter 18 Jahren leben bei ihrer Mutter oder dem Vater (Verhältnis 90:10 Prozent). „Trennung oder Scheidung sind die Hauptgründe, warum vor allem Frauen in diese Familienform hineingeraten sind“, erläutert Hannah Gleisner. Nach Meinung der Frauenvertreterin fühlen sich Alleinerziehende aber nicht zwangsläufig als Verlierer der Gesellschaft. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen der öffentlichen Fremdwahrnehmung und eigenen Selbstbeobachtungen.

Alleinerziehenden-Treff

Auch, damit aus diesem Kreislauf kein Teufelskreis wird, gibt es den Alleinerziehenden-Treff. Im Haus der Jugend, wo die Quickborner Treffen stattfinden, sind Dinge, die Kinder zum Spielen benötigen, bereits vor Ort. „Zwei Ehrenamtler von der Stadtjugendpflege kümmern sich um die Betreuung“, erzählt Gleisner. Das Angebot ist für Mütter kostenfrei und wird von der Stadt finanziert. Die Treffen finden immer freitags von 16 bis 18 Uhr im Ziegenweg 3 statt.

Informationen gibt es bei Jutta Junghans unter 040/840 042 04 oder bei Hannah Gleisner unter 04106/611 274 und per E-Mail: gleichstellungs-beauftragte@quickborn.de
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