40 Jahre Bürgerpark Oldenfelde

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Ehrenamtliche Helfer 1976 im Bürgerpark Foto: BV
Hamburg: Stargarder Straße |

Klein, aber oho: Der „Hanni-Park“ in Rahlstedt bleibt erhalten

Von Michael Hertel
Farmsen/Rahlstedt
Das vom Wochenblatt initiierte spontane Treffen vor Ort avancierte beinahe zur Mitgliederversammlung des Oldenfelder Bürgervereins. Anlass war der 40. Geburtstag des Oldenfelder Bürgerparks, einer kleinen, aber wichtigen Grünanlage, die im Volksmund unter „Hanni-Park“ firmiert. Nur 12.900 Quadratmeter ist die Anlage südlich der Stargarder Straße groß, ein Mosaikstein im Verlauf des „Grünzugs Berner Au“, über den man von Berne bis ins Zentrum Wandsbeks hinein wandern kann, aber von außerordentlicher Bedeutung.

Günstige Nutzung

Hinzu kommt, dass es sich um eine einmalige, „kuriose“ juristische Konstruktion handelt, wie der Oldenfelder SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter (41) den Anwesenden erläuterte. „Weil der Bezirk kein Geld hatte, wurde dem Bürgerverein die Nutzung des Geländes gegen eine Anerkennungsgebühr von jährlich 20 Mark – heute sind es 10,23 Euro – überlassen.“ Unter der Ägide des damaligen Bürgervereinsvorsitzenden Hansjürgen („Hanni“) Schult wurde der Park zur öffentlichen Nutzung dann mit viel Bürgersinn und 10.000 Mark Zuschuss der Bezirksversammlung unter Beteiligung von SC Condor und Freiwilliger Feuerwehr gestaltet. Die Panzergrenadierbrigade 17 gar nahm die nötigen Planierungsarbeiten mit schwerem Kriegsgerät als Feldübung vor. Die Pflege übernahm neben dem Bürgerverein zunächst das Bezirksamt, bis man in Wandsbek merkte, dass man gar nicht zuständig war. Der Park ist eine Liegenschaft der Finanzbehörde. Inzwischen hat die Firma Gladigau nach einer Ausschreibung die Verwaltung des Geländes übernommen, was aktuelle Bedenken beim Bürgerverein auslöste. „In der Nachbarschaft wird schon gemunkelt, der Park könne demnächst bebaut werden“, sagt der Vorsitzende Hans Schuy (75).

Status absichern

Doch in dieser Hinsicht konnte Buschhüter seine Vereinsfreunde beruhigen: „Der Bürgerpark bleibt erhalten. Im Gegenteil: Wir können noch einiges zur Verbesserung tun, beispielsweise die Berner Au aus ihrem schnurgeraden Kanalbett befreien.“ Schuy regte darüber hinaus an, mit den zuständigen Behörden über eine Sicherung des Park-Status zu sprechen und die Grünanlage offiziell in „Hanni-Park“ zu benennen. Zur Parkeröffnung vor 40 Jahren wurde drei Tage lang – auch mit dem damaligen Ersten Bürgermeister Hans-Ulrich Klose – gefeiert. Dieses Jahr gibt es keine Jubelparty extra, aber beim Osterfeuer am 15. April wird sicherlich dankbar der Parkgründer gedacht.
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