52 Zweibettzimmer

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Auf dieser Grünfläche zwischen der Loogestraße und der U-Bahntrasse wird die Flüchtlingsunterkunft gebaut

Fahrplan für Flüchtlingsunterkunft steht. Baubeginn im Herbst

Eppendorf Nun steht der weitere Fahrplan für die Einrichtung der Folgeunterkunft für Geflüchtete an der Loogestraße (das Wochenblatt berichtete) weitgehend fest. In einer gut besuchten Informationsveranstaltung, rund 250 Gäste, stellte der an der Sozialbehörde angesiedelte Zentrale Koordinierungstab Flüchtlinge (ZKF) die Planung kürzlich in der Aula der Stadtteilschule Eppendorf an der Curschmannstraße vor. Der Bauantrag für die Unterkunft, in der 104 Geflüchtete Platz finden werden, wird voraussichtlich Mitte Juli gestellt. Mit dem Baubeginn wird im letzten Quartal 2017 gerechnet, mit der Fertigstellung im Frühjahr 2018.

Der Runde Tisch, an dem die Integration der Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft in den Stadtteil organisiert werden soll, wird drei oder vier Wochen vor dem Bezug der Unterkunft erstmalig zusammentreten. Alle, die sich bei der Integration der Geflüchteten engagieren wollen, können sich in einen E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen. Den Zeitpunkt für den Beginn der Arbeit am Runden Tisch, den CDU und viele Anwohner als zu spät kritisiert hatten, hält der ZKF für „völlig ausreichend“. „Die Geflüchteten sind in den ersten Wochen damit beschäftigt, sich zurechtzufinden und noch nicht offen für die Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Helfer, die enttäuscht wären, weil sie nicht beginnen können, wenn der Runde Tisch früher starten würde“, erläuterte die ZKF-Referentin für den Bezirk Hamburg-Nord, Andrea Stolpmann. Vier Wochen vor Baubeginn wird außerdem eine weitere Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterkunft Loogestarße stattfinden, zu der zwei Wochen vorher eingeladen wird.

Bau kostet 3,5 Millionen

Die Bauweise der Unterkunft steht noch nicht fest. Nur über die Raumaufteilung besteht Klarheit. Es sind Zweibettzimmer sowie zwei Gemeinschaftsräume, nach Geschlechtern getrennte sanitäre Anlagen und Küchenzeilen vorgesehen. Die Unterkunft wird von einem täglich anwesenden Mitarbeiter und einem weiteren betreut, der einmal in der Woche vor Ort sein wird. Dazu gesellt sich ein Mitarbeiter des technischen Dienstes, der auch Hausmeisterfunktionen übernimmt. Der Bau der Unterkunft wird rund 3,5 Millionen Euro kosten.

Der ZKF betonte noch einmal die Notwendigkeit der geplanten Unterkunft. 6.021 Menschen leben derzeit in Hamburg länger als drei Monate in Erstaufnahmen, „prekäre Unterkünfte“. Sie hätten also ein Anrecht auf eine Unterbringung in einer Folgeunterkunft wie der Loogestraße.
Die meisten Gäste sprachen sich für die Unterkunft aus. Empörte Ablehnung wie in den letzten Regionalausschusssitzungen vielfach geäußert, blieb aus. Vielleicht auch, weil Heidrun Petersen-Römer, 2. Vorsitzende des Vereins Flüchtlingshilfe Harvestehude, von der Entwicklung der Unterkunft Sophienterrasse berichtete, gegen die es im Vorfeld wie in Eppendorf erhebliche Widerstände gegeben hatte: „Sobald die Geflüchteten eingezogen waren, hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst.“ (ch)
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