Angeordnete Tierquälerei in Hamburg-Wandsbek?

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Jan Zobel, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der Tierschutzpartei Hamburg

Tierschutzpartei prüft Strafanzeige


Der Bezirk Wandsbek hat das Abpumpen des Wassers aus dem Teich im Jacobipark angeordnet. Unvorstellbar, dass die städtischen Mitarbeiter nicht darüber nachgedacht haben, dass in dem Teich Fische leben könnten.

Am Sonntag fiel Spaziergängern auf, dass hunderte Fische am schlammigen Boden des Teiches in einer kleinen Pfütze qualvoll um ihr Leben ringten und zappelten. Passanten riefen erfolglos die Polizei und Feuerwehr. Erst als die Presse (Hamburger Morgenpost) eingeschaltet wurde und die Feuerwehr rief, ist diese am Ort des Geschehens eingetroffen. Die anrückende Feuerwehr hat dann in einer eiligen Maßnahme ein wenig Wasser in den Teich gefüllt um weiteres Fischsterben zu verhindern. Wieviele hilflose Fische zu diesem Zeitpunkt bereits verendet waren, ist noch nicht bekannt.

Angeblich sei die Umweltbehörde informiert, hieß es in der Presse. Die Tierschutzpartei Hamburg ist entsetzt über die dilettantische Entscheidung des Bezirks und prüft gerade eine Strafanzeige. “Viele Fischarten befinden sich gerade in der Laichzeit, die Tiere müssen in dieser Zeit besonders geschont werden. Was hier passiert ist, ist ein absoluter Skandal. Tierquälerei im städtischen Auftrag darf es nicht geben” kommentierte der Wandsbeker Jan Zobel, der als Spitzenkandidat für Tierschutzpartei zur Bundestagswahl antritt. Die Tierschutzpartei hat bereits angekündigt zur Bezirksversammlungswahl im Frühjahr 2019 sowie zur Bürgerschaftswahl 2020 anzutreten.

Auszug Tierschutzgesetz:
TierSchG § 2

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1.
muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.
darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3.
muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
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