Ausstellung „Panzer zu Galloways“

Anzeige
Das Haus der Wilden Weiden im Naturschutzgebiet Höltigbaum Foto: rg
Hamburg: Eichberg 63 |

Haus der Wilden Weiden präsentiert sich mit neuem Raumkonzept. Führungen für Migranten

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
„Unsere technischen Einrichtungen waren inzwischen etwas veraltet. Mit dem neuen Raumkonzept haben wir eine gute Lösung auch für Vorträge, Seminare und unser Café“, sagte ein zufriedener Jan Hellwig. Zwei Jahre habe die Planung zur neuen Präsentation gedauert, so der Leiter des Hauses der Wilden Weiden: „Die Vielfalt des Höltigbaums sollte in der Ausstellung eingefangen werden.“ Das ist Kuratorin Heike Kirchhoff gelungen: Großformatige Darstellungen prägen die Ausstellung, der Blick durch die Fenster ins Grüne wird immer wieder mit einbezogen. Es gibt einen eigenen Kinderbereich. Lebensräume und Artenvielfalt, Vertritt/Verbiss, die Geschichte des Höltigbaums bis zurück in die Steinzeit sowie Landwirtschaft/Naturschutz sind die Themenblöcke. Bei der Präsentation der vielfältigen Tiere und Pflanzen greift die Ausstellung auf unterschiedliche Mittel zurück: Vom klassischen Karteikasten bis zum Tablet.

Umweltbildung der Menschen


Multimediastationen zeigen vor Ort gefilmte Beiträge, auch die Exponate stammen alle aus dem Naturschutzgebiet. Als Hinweis auf die frühere Nutzung ist auch ein Stück einer alten Panzerkette zu sehen. „Dieses Haus war unser erstes großes Projekt“, sagte Barbara Wilhelmy von der Stiftung „Natur im Norden“. Die Bürgerstiftung übernahm das Haus der Wilden Weiden im Jahr 2013. Das Projekt sei grenzüberschreitend und sehr wichtig für die Umweltbildung der Menschen, so Wilhelmy. Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan verwies auf die Vergangenheit des Höltigbaums als Militärübungsplatz. „So konnte sich die Natur immerhin ungestört entwickeln“, sagte der Grüne. Es sei eine kluge Entscheidung gewesen, auf Landwirtschaft oder Gewerbe zu verzichten.

Passendes Motto


„Panzer zu Galloways“ sei ein passendes Motto, meinte Kerstan. Für den Naturschutz müsse man ständig werben und Unterstützer gewinnen. Dabei leiste das Haus mit jährlich 10.000 Besuchern und vielen Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag. „Das hier ist ein ganz wichtiges Projekt“, betonte Silke Schneider, Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Umweltministerium. Umwelt- und Naturschutz würden auch in der künftigen Landesregierung ein Thema bleiben, versprach die Grüne. Die Ausstellung sei zeitgemäß weiterentwickelt worden, so Schneider. Sie sei damit weiterhin ein wichtiges Angebot für Schulen und Kitas. Am Höltigbaum werde es auch weiterhin Führungen für Migranten geben. Und noch eins: „Die Fördermittel des Landes Schleswig-Holstein bleiben“, so die Staatssekretärin.

Weitere Infos: Haus der Wilden Weiden
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige