Bunt und klingend

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Der Posaunenchor Meiendorf - Oldenfelde bei der morgendlichen Begrüßung vor den Rahlstedt Arcaden. Foto: Meyer
 
Swing, Pop und Klassik –Die musikalische Bandbreite war beeindruckend. Fotos: Meyer

„Tag der Musik“ in Rahlstedt

Rahlstedt. Zum viertenmal feierte Hamburg am dritten Juniwochenende den“ Tag der Musik“ - mit dreihundert Veranstaltungen, 5000 Musikern. In Rahlstedt stellte das Kulturwerk Rahlstedt diesen Festtag der Musik unter das Motto „Klingende Arcaden“. Vom Erfolg des letzten Jahres ermutigt, überließ das Management die Rahlstedt Arcaden zum zweitenmal der Musik, mehr noch die Geschäftsführung förderte das große musikalische Projekt auch finanziell. Was heißt „Klingende Arcaden“?- Für einen Tag wird das moderne, großzügig angelegte Shoppingcenter in der Mitte Rahlstedts zum Haus voller Musik. Es singt und klingt, flötet und bläst, geigt und streicht, hämmert in die Tasten und swingt - vom Morgen bis sehr spät am Abend. Die breite Rahlstedter Musikszene - Chöre und Orchester, Duos und Instrumentalgruppen, Bands und Solisten – an diesem Tag finden sie in den Rahlstedt Arcaden ihre Plattform. Mit 14 Auftritten, im halbstündlichen oder stündlichen Wechsel, sie bringen die Arcaden zum Klingen. Der Posaunenchor der Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde eröffnet die „Klingenden Arcaden“ vor dem Eingang. Die morgendlichen Passanten in der Schweriner Straße wollen weitereilen, bleiben verwundert stehen, beginnen zu lauschen. Im Foyer wartet der Gemischte Chor Germania von 1908 Rahlstedt e. V. – mit Volksliedern und Hamburgliedern auf die Zuhörer – sogar mit einer Einladung zum Mitsingen. Der geplante Einkauf wird verschoben. Danach kann es fröhlich gestimmt, heiter beschwingt zum Shoppen gehen –oder auch nicht, denn vor dem Eiskaffee wartet nun das Quintetto Sereno darauf, den Klang der Arcaden mit Jazz Klassikern und Musik der deutschen Klassik lebendig zu halten.Das Highlight im vielfältigen Programm der Musikschule Recital Musik Forum Wandsbek -Rahlstedt – die Filmmusik „Fluch der Karibik“, gespielt vom Schülerorchester -ein Schelm, der Arges denkt, wenn ihm die Rahlstedter Palmen dabei einfallen. Karolina Krajecki erfreut die Herzen der Freunde der Barockmusik: Für sie spielt sie Bachsche Solosuiten auf ihrem Cello. So geht es in den Rahlstedt Arcaden durch den „Tag der Musik“ - bunt und klingend. Am späten Nachmittag haut der großgewachsene Markus Paquet Boogie-Woogies, Rock’nRoll in das zu klein geratene Klavier, singt Blues im Bariton, spielt gefühlvoll mit dem Saxophonisten Uve Jansen „Sweet home, Chicago“. Der Boogie-Boy lächelt mit stürmisch-jungenhaftem Charme das Publikum an, Last Minute Shoppers, Arcadenbummler vergessen ihre Reserve, singen Refrains mit, ja, sie wagen tänzerische Bewegungen. „Klingende Arcaden“ zum Ausklang des Tages: Helmut Stuarnig macht mit seiner Gypsy Swing Band den Platz vor Jukadojo im ersten Stock zum Jazzkeller. Malwina Krajecki singt „Bei mir bist du scheen“. Um 22 Uhr wird eine Zugabe gefordert. Man hört einen Besucher sagen: „Das nächstemal aber müssen wir früher hergehen“. Der Hamburg Nordosten war an den vielen Veranstaltungen beim Tag der Musik nur wenig beteiligt. Um so anerkennenswerter ist der Beitrag, den das Kulturwerk Rahlstedt, die Musiker, das Management der Rahlstedt Arcaden mit ihren „Klingenden Arcaden“ für Rahlstedt geleistet haben. (rdm)
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